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Wenig Hoffnung auf einen Investor

Wenig Hoffnung auf einen Investor

Mit einem Festakt hat der Förderverein Schloss Malberg am Sonntagmorgen sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Die Bilanz: Es wurde viel erreicht, die Hoffnung auf den einen, großen Investor wird aufgegeben, Plan B soll greifen. Dies bedeutet, dass alle Beteiligten für Teilnutzungen in der Gesamtanlage von Schloss Malberg nach und nach Lösungen suchen und umsetzen wollen.

Malberg. Das Ensemble des Barockschlosses vor dem sicheren Verfall zu retten, es für die gegenwärtigen und kommenden Generationen zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, das war und ist die Triebfeder der rund 160 Fördermitglieder von Schloss Malberg.
Am Tag des Jubiläums erhielten sie dafür viel Lob und Anerkennung. Die wollte der Vorsitzende Bernhard Gies nicht allein an seiner Person festmachen lassen: "Vielmehr waren es eine ganze Menge Menschen, die sich in den beiden Jahrzehnten tatkräftig für das Vorhaben eingesetzt haben. Dafür danke ich allen sehr herzlich. Nur durch die gemeinsamen Anstrengungen konnte sich der Erfolg einstellen", so Gies.
Rund zehn Millionen Euro wurden bisher in die Restaurierung investiert. Der Förderverein hat mit zahlreichen Veranstaltungen die Schlossanlage zu einem kulturellen Zentrum gemacht, das so auch von der Öffentlichkeit immer mehr genutzt wird. Im Besitz der Verbandsgemeinde Bitburger Land sei Schloss Malberg auf Dauer natürlich zu gewaltig für die Kommune, sagte Bürgermeister Josef Junk. Gleichzeitig bot er überall dort Unterstützung an, wo die Verwaltung helfen könne. Mehr Widerstand und Häme als Unterstützung habe er in der Gründungszeit des Fördervereins erfahren, beklagte Bernd Spindler, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. Zu den Zielen und Aufgaben der Landesdenkmalpflege referierte die Landeskonservatorin Dr. Roswitha Kaiser. Im Festvortrag bemerkte Dr. Richard Hüttel unter der Überschrift "Abschied von Palladio? - Schloss Malberg, sein Bauherr und sein Architekt" interessante Aspekte. Am Ende dankte die Geschäftsführerin Inge Solchenbach allen Festrednern und Gästen für ihr Engagement. In den Gesprächen nach dem Festakt wurden erste Überlegungen ausgetauscht, wie denn und wer denn einen Masterplan (B) auf den Weg bringen könnte. Es bleibt also viel zu tun. RH