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Wenige Minuten entscheiden über das weitere Leben

Wenige Minuten entscheiden über das weitere Leben

Seit Jahresbeginn wird in der Verbandsgemeinde Obere Kyll ein neues Ersthelfer-System eingerichtet. In Stadtkyll sind bereits fünf sogenannte First-Responder aktiv. Nun werden weitere Helfer und auch Spenden gesucht.

Stadtkyll. Oft entscheiden wenige Minuten über das Schicksal eines Menschen, der einen Schlaganfall, Herzinfarkt oder Ähnliches erleidet. Bis im ländlichen Raum der Rettungsdienst kommt, können aber bis zu 20 Minuten vergehen. Um das Rettungssystem zu optimieren, hat der Kreisverband Vulkaneifel des Deutschen Roten Kreuzes im Februar beim Verbandsgemeinderat Stadtkyll die Einrichtung eines sogenannten First-Responder-Systems beantragt. Ausgebildete ehrenamtliche Helfer werden bei einem Notruf mitalarmiert und können so eine professionelle Erstversorgung gewährleisten (der TV berichtete).
Seit September sind bereits fünf Ersthelfer in Stadtkyll tätig. Dies sind aktuell die hauptamtlichen Rettungsassistenten Siegfried Jost, Philipp Leuwer und Mario Müller sowie die nebenamtlichen Rettungssanitäter Matthias Palms und Benjamin Maus. "Das heißt aber nicht, dass wir damit genug Helfer haben. Je mehr ehrenamtliche Helfer sich für diese gute Sache einsetzen, umso eher kann das System sichergestellt werden. Durch eine Vielzahl von Helfern können die Bereitschaftszeiten eines jeden einzelnen First-Responders verkürzt werden", sagt Stadtkylls Ortsbürgermeister Harald Schmitz. Es gebe noch einiges zu tun, sagt er. Gerade im Ortsteil Schönfeld würden noch langfristig Personen gebraucht, die sich einsetzen wollen.
Auch die Ausstattung und Ausbildung angehender First-Responder müsse finanziert werden. "Sicherlich funktioniert dieses Ersthelfersystem nicht kostenneutral. Für den Einsatz des First-Responders wird ein Notfall-Rucksack mit einem Defibrillator, Sauerstoff und spezielle Einsatzkleidung benötigt." Schmitz ruft alle Bürger dazu auf, sich entweder als Ehrenamtler oder auch mit Spenden für das First-Responder-System einzusetzen. red/aff
Spenden können auf das folgende Konto überwiesen werden:
Volksbank Eifel Mitte eG,
IBAN: DE43 5869 1500 0006 0007 30, Kennwort: FR-Stadtkyll. Weitere Informationen zur Mitarbeit im Internet unter: vulkaneifel.drk.de