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Weniger Andrang, mehr Zeit

Weniger Andrang, mehr Zeit

PRÜM. Nun kehrt wieder Ruhe ein. Wo tagelang reges Treiben herrschte, werden jetzt die letzten Stände abgebaut. Die Grenzlandschau/Comisa 2005 schloss am vergangenen Donnerstag ihre Tore. Die Organisatoren blicken trotz rückläufiger Besucherzahlen auf eine gelungene Messe zurück.

"Wir sind mit der Bilanz zur Grenzlandschau (GLS)/Comisa 2005 zufrieden", heißt es aus Kreisen der Organisatoren. Zwar waren mit rund 25 000 Besuchern etwa 2000 weniger Gäste als noch im Jahr 2003 auf der Handelsmesse, aber das sehen die Verantwortlichen alles andere als negativ. Prüms Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy erkannte vor allem einen Vorteil darin, dass die Gäste gemütlicher über das Gelände spazieren konnten als sonst: "In manchen Jahren war das doch eher ein Geschiebe durch die Gänge." Und auch GLS-Chef Georg Sternitzke betont, dass es den Anbietern weniger um die Menge der Besucher ginge, als um das Interesse des Publikums: "Die Aussteller sind froh um wenige, aber dafür interessierte GLS-Gäste. Besonders die Handwerker können so ausführlich beraten und auf individuelle Wünsche eingehen." Doch ob nun Fachpublikum oder Freizeitbesucher, "für jeden war etwas dabei", lobt Sternitzke das Ausstellungsangebot und das das Rahmenprogramm im Festzelt. "Manchmal war es bis zum letzten Platz besetzt, und es herrschte eine großartige Stimmung", sagt Sternitzke. "Vor allem die Schlagerparty, die Rocknacht und der Gala-Abend waren Publikumsmagneten." Auch die verschiedenen Neuerungen, die in diesem Jahr eingeführt wurden, trafen auf positive Resonanz. "Vor allem das Autozelt wurde sehr gut angenommen", freut sich Mit-Organisator Manfred Schuler von der Verbandsgemeinde Prüm. Dort konnten die Automobilhändler ihre Neuwagen in entsprechendem Ambiente vorstellen. "Dieser Versuch ist gelungen. Und wir werden das auch in zwei Jahren erneut anbieten", sagt Schuler. Das betrifft wohl auch das um ein Drittel vergrößerte Freigelände für die Landwirtschaft. Doch nicht nur in den Zelten der GLS/Comisa lief wohl alles glatt. Auch der Verkehr rundherum machte weniger zu schaffen als in den Vorjahren. "Wir hatten dieses Mal nicht nur Schilder aufgebaut, sondern auch noch Männer an den kritischen Stellen postiert", begründet Bartolome Lliteras, stellvertretender Wehrführer, die Verkehrsregelung. "Die Besucher haben sich an die Verkehrsregeln gehalten und es gab kaum aggressive Reaktionen". Zudem habe die Ausstellungsleitung für genügend Behindertenparkplätze gesorgt.Ruhig und relativ stressfrei

So ruhig es bei der Feuerwehr war, so relativ stressfrei lief auch die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes ab. "Wir hatten lediglich zwölf Behandlungen", sagt Einsatzleiter Oswald Benzel. "Davon mussten zwei ins Krankenhaus". Alles in allem sind die Organisatoren glücklich, wie die GLS/Comisa 2005 gelaufen ist. Und für die nächste Auflage in zwei Jahren sind auch schon neue Ideen im Gespräch. "Vielleicht sollten wir die Öffnungszeiten nach hinten verschieben und bis 20 Uhr die Gäste hineinlassen. Dann gilt der vergünstigte Nachmittagstarif vier Stunden lang", überlegt Stadtbürgermeisterin Weinandy. Außerdem sei darüber nachzudenken, die Messe doch wieder auf fünf statt sechs Tage zu verkürzen.