Weniger Gäste und Übernachtungen

Weniger Gäste und Übernachtungen

Von Januar bis Juli kamen 16,5 Prozent weniger Gäste nach Bitburg als im ersten Halbjahr 2008. Die Zahl der Übernachtungen ist um 7,6 Prozent rückläufig. Werden die Zahlen von August bis Oktober berücksichtigt, liegen die Werte knapp unter dem Vorjahresniveau.

Bitburg. (tie) In der Eifel sind die Gästezahlen und die Zahl der Übernachtungen rückläufig. "Bis auf den guten Sommer und den Herbstbeginn war das Jahr alles andere als erfreulich", sagt Frank Schaal, der Leiter der Tourist-Information Bitburger und Speicherer Land. Das Wetter sei zwar in Ordnung gewesen, allerdings seien die Menschen wegen der Wirtschaftskrise vorsichtiger geworden. "Der Tourismus ist zwar eine schöne Sache, aber er ist kein Lebensbedürfnis wie Essen oder Trinken", erklärt der Fachmann. "Deswegen steht der Tourismus meist am Ende der Kette und ist somit ein Gradmesser für gesellschaftliche Krisenstimmungen."

Bis einschließlich Juli haben 31 900 Gäste die Stadt Bitburg besucht, 16,5 Prozent weniger als 2008. Die Zahl der Übernachtungen hat um 7,6 Prozent auf 74 800 abgenommen. In der Verbandsgemeinde Bitburg-Land waren 36 200 Menschen zu Gast, 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Zahl der Übernachtungen ist um 6,3 Prozent auf 92 900 gesunken. Bei den bisher in der Statistik berücksichtigten Zahlen sind allerdings die für die Region starken Monate August, September und Oktober noch nicht eingerechnet. "Aus der Resonanz der Beherbergungsbetriebe geht hervor, dass die Mehrheit der Inhaber mit diesen Monaten zufrieden oder sehr zufrieden ist. So wird das Jahr 2009 keinesfalls im zweistelligen Minusbereich abschließen", erklärt Frank Schaal.

Für das kommende Jahr ist der Leiter der Tourist-Information zuversichtlich. Denn wie in europäischen Nachbarländern wie Luxemburg oder Frankreich soll der Mehrwertsteuersatz für Hoteliers von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt werden. "Dadurch werden entweder die Übernachtungspreise sinken, oder die Hoteliers können Rücklagen bilden, um Investitionen zu tätigen und damit das Qualitätsniveau anzuheben." Die Gastronomie profitiere allerdings nicht. "Durch die eröffnete Markenwelt hat die Region aber einen absoluten Zugewinn. Und der gesenkte Steuersatz könnte den Deutschlandtourismus wieder ankurbeln."