Wenn Blech Feuer fängt

Ein Zusammenschluss aus Musikern, die Horn spielen wie beispielsweise die Gruppe "Horns on fire", ist eine Seltenheit, und er verspricht einen besonderen Klang. Der erste Auftritt der flammenden Hörner ist für November geplant.

Bitburg. Das Horn-Ensemble "Horns on fire" setzt sich aus Hornisten der gesamten Region zusammen. Die Mitglieder kommen aus Bitburg, Prüm, Arzfeld, Trier und dem benachbarten Luxemburg. Im Sommer 2009 haben sich zunächst acht Hornspieler zusammengeschlossen und die "Horns on fire" gegründet. Inzwischen ist die Gruppe auf 14 Mitglieder gewachsen. Das erste Konzert des Ensembles soll am Sonntag, 14. November, um 17 Uhr im Haus Beda in Bitburg stattfinden. Dabei werden Stücke wie "Feuerwerksmusik" und "Titanic Fantasy" zu hören sein. Letzteres ist geradezu symptomatisch für das Instrument, denn besonders in der Filmmusik spielt das Horn eine wichtige Rolle - vor allem dann, wenn es auf der Leinwand dramatisch wird.

"Die Hornisten können sich in unserem Ensemble musikalisch weiterentwickeln und lernen, Verantwortung für eine Stimme zu übernehmen. Ebenso können die instrumentalen Fähigkeiten verbessert werden", sagt Detlef Römer, der die "Horns on fire" mit gegründet hat.

Vor allem die Förderung jugendlicher Hornisten soll durch die Gruppe, deren Mitglieder zwischen 16 und 45 Jahren alt sind, erreicht werden. Elena Kribs, die seit sieben Jahren Horn spielt, hat sich bei einem Vorspiel-Nachmittag im Musikverein dazu entschlossen, das Spielen auf dem Horn zu lernen, weil "der Klang mir gefallen hat. Das Horn hat sich besonders angehört".

Das bestätigt auch Rainer Serwe, der engagierte ehrenamtliche Dirigent des Ensembles. "Es ist etwas ganz Besonderes, nur mit Hörnern zusammen zu arbeiten. Da erschließen sich ganz neue musikalische Welten." Denn im Orchester und im Musikverein seien Hornisten relativ selten, meist gebe es pro Musikverein ein bis zwei Hornisten. "In den 1970er und 1980er Jahren war das Horn als Nachschlaginstrument verschrien, und durch den Umbruch zur sinfonischen Blasmusik in den 1990er Jahren gibt es wenige Hörner. Die Hornisten sind Einzelkämpfer", erklärt Detlef Römer. Nicht umsonst gilt das Horn auch als "Pedal des Orchesters", wie es in Musikerkreisen heißt, da es dessen Klang sehr sonor unterfüttert.

Die Hörner spielten damals also keine Melodien, sondern waren vor allem Begleitung der anderen Instrumente. Daher sind "Horns on Fire" etwas Besonderes - sozusagen ein Klangerlebnis der Extraklasse.

Das Konzert findet statt am Sonntag, 14. November, 17 Uhr, im Haus Beda.