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Wenn der Truthahn kalt bleibt

Wenn der Truthahn kalt bleibt

PERTH/SPEICHER. Fern von Deutschland feierte TV -Mitarbeiter Daniel Weyand aus Speicher Weihnachten in Australien. Nicht nur wärmer sei es an Weihnachten "Down under" - auch sonst hätten die Australier andere Bräuche. Über weitere Eindrücke berichtet er im nachfolgenden Text.

Gemütliche Abende vor dem Kamin mit einer Tasse Glühwein in der Hand, während draußen das kalte, unfreundliche Winterwetter tobt? Nein, am anderen Ende der Welt in Australien ist Weihnachten ganz anders - und das nicht nur, weil dort gerade Sommer ist. Kaum haben die großen Sommerferien Anfang Dezember begonnen, stürmen die Australier nach draußen: Sei es ein Urlaub auf dem eigenen Kontinent oder Übersee, ein Ausflug zum Meer oder einfach nur ein gemütliches Barbecue im Garten - sobald die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, findet man kaum jemanden im Haus. Advent und Nikolaustag werden "down under" gar nicht gefeiert, Weihnachts-Plätzchen backen nur wenige und Weihnachtsschmuck gibt es nur in der Innenstadt. Bis zum eigentlichen Festtag könnte man fast glauben, dass es Weihnachten nur im Fernsehen gibt. Die Weihnachtsbäume sind nur selten echt, die meisten Familien bevorzugen den wieder verwertbaren Plastikbaum, und die Geschenke werden erst am Morgen des ersten Weihnachtstags geöffnet. Zwar ist auch in Australien der Truthahn als Festessen beliebt - allerdings des heißen Wetters wegen eher in leichteren Varianten, kalt serviert mit Salat oder gegrillt. Was Australien und der Rest der Welt jedoch gemein haben, ist, dass auch hier Weihnachten eine Zeit ist, die mit der Familie verbracht wird. Was macht es da schon, ob man zusammen einen Schneemann vor dem Haus baut oder eine Sandburg am Strand.