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Wenn die Autos draußen bleiben

Wenn die Autos draußen bleiben

Der Erlebnistag "Lustiges Prümtal" steigt wieder am Sonntag, 7. September. Erstmals seit 2008 gibt es keinen Special Olympics-Wettkampf. Autofahrer müssen sich auf großräumige Sperrungen einstellen. Die Strecke zwischen Olzheim und Waxweiler ist für motorisierte Fahrzeuge gesperrt.

Prüm/Olzheim. Nur noch wenige Tage, und es heißt wieder: Freie Strecke zwischen Olzheim und Waxweiler für Radfahrer, Skater und Wanderer, wenn am Sonntag, 7. September, der Erlebnistag "Lustiges Prümtal" um 10 Uhr beginnt. Leider ausfallen wird das beliebte Special Olympics-Radrennen, bei dem seit 2008 Sportler mit geistiger und mehrfacher Behinderung auf einer vier Kilometer langen Teilstrecke gegeneinander auf Drahteseln in den Wettkampf gingen. Sie sind aber natürlich, zusammen mit ihren Familien oder Betreuern, trotzdem dazu eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen, um den autofreien Erlebnistag vor der malerischen Kulisse des Prümtals zu erleben.
Das Veranstalterteam von Special Olympics Rheinland-Pfalz wird nämlich auch ohne Wettkampf mit am Start sein. Diesmal mit einem Infostand in Merlscheid, an dem alle Radfahrer mit geistiger Behinderung, die auf den Strecken des "Lustigen Prümtals" unterwegs sind, eine Medaille, ein T-Shirt und ein Freigetränk erhalten.
Umleitungen eingerichtet


Während Radfahrer, Skater und Wanderer die 27 Kilometer lange Route ohne Einschränkungen genießen können, muss sich der motorisierte Verkehr auf Umleitungen einstellen. Von 9 bis 19 Uhr wird die Erlebnisstrecke für Kraftfahrzeuge gesperrt. Die beruhigte Zone beginnt kurz hinter Olzheim auf der K 164 in Höhe der Einmündung zur L 23 in Richtung Wilwerath, Hermespand, Dausfeld und Prüm.
In der Waldstadt dürfen Kraftfahrzeuge die Prümtalstraße, die Kurcenterstraße, die Monthermeerstraße, die Teichstraße, die Hahnstraße, den gesamten Hahnplatzbereich und die Bahnhofstraße nicht befahren. Der Verkehr aus Richtung Gerolstein wird über die Ritzstraße, die Spiegelstraße und die Unterbergstraße zur Tafel umgeleitet. Von dort aus werden Umleitungen in Richtung Prüm über die Straße Am Johannisborn, die Langemarckstraße, die Reginostraße zur Oberbergstraße und Spiegelstraße in Richtung Ritzstraße eingeleitet. Weil auch der öffentliche Nahverkehr die Innenstadt nicht befahren darf, müssen die Haltestellen am Bahnhof und am Klosterhof zum Fort-Madison-Platz verlegt werden. Die B 410 von Prüm in Richtung Niederprüm, Weinsfeld, Watzerath und Pronsfeld ist bis Lünebach gesperrt. Dort bleibt die Verbindung Lichtenborn-Lünebach-Lierfeld befahrbar. Der Eifel-Zoo kann aus beiden Richtungen erreicht werden. Von der Ortsmitte Lünebachs ist die L 12 auf ganzer Strecke bis Waxweiler gesperrt.
Die Zufahrtsstraßen zur Erlebnisstrecke werden aber offen gehalten. An vielen Stellen können Besucher dort parken.
Appell an die Vernunft


Als Ausrichter weisen die beiden Tourist-Informationen Prümer Land und Arzfeld, besonders nach einem tödlichen Unfall im Vorjahr (der TV berichtete), darauf hin, dass alle Teilnehmer des Erlebnistags Helme tragen sollen. "Wir können das nicht zur Pflicht machen, appellieren aber an die Vernunft aller Fahrer. Mit Helm ist man einfach sicherer unterwegs", sagt Andreas Kruppert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld. aff/red