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Wenn es beim Frühschoppen funkt

Wenn es beim Frühschoppen funkt

Es soll Samstagnacht gegen 2 Uhr gewesen sein. Da haben Musiker vom MV Bitburg und der Koninklijke Harmonie aus Roermond abgemacht, dass sie beim Frühschoppen am Sonntagmorgen gemeinsam spielen - ein Beispiel dafür, wie das Folklore-Festival Menschen und Nationen verbindet.

Bitburg. "Das macht einfach Spaß, wenn sich solche Kontakte ergeben", sagt Alex Eppers vom MV Bitburg. Der hat gerade am Petersplatz sein Frühschoppenkonzert gespielt - und wurde dabei von den Musikern aus dem niederländischen Roermond unterstützt. Die Idee, drei Stücke gemeinsam zu spielen, ist in geselliger Runde in der Nacht zuvor auf dem Festplatz entstanden. Abgemacht, Handschlag drauf, umgesetzt. So geht das Grenzlandtreffen, wie das Folklore-Festival von den meisten Bitburgern genannt wird.
Die Nacht war lang - sowohl Freitag wie auch Samstag. "Da ging es bei uns bis etwa 4 Uhr morgens, dann kam dieser heftige Platzregen", sagt Chef-Caterer Hajo Römer, der mit einem Team von rund 150 Mann für die Getränkeversorgung im Zelt und auf dem Festplatz zuständig ist.
Dort gab es am Stand des Lions Clubs die Möglichkeit, bereits am Samstagabend beim WM-Spiel um den dritten Platz mitzufiebern. Da stand die Volkstanzgruppe De Iesselschotsers in der ersten Reihe und war beim 3:0 für die Niederlande gegen Brasilien außer sich vor Freude. Und die Bitburger Gastgeber freuten sich mit den Niederländern. Im Zelt wiederum haben mehr als 1000 Gäste die Gala-Show von Tanz- und Musikensembles aus zwölf Ländern verfolgt, gekonnt morderiert von Martin Bermes.
Etliche Gruppen waren bereits am Samstagmorgen beim vom TV moderierten Treff der Kulturen zu sehen - dem internationalen Frühschoppen-Programm, wo Bürgermeister Joachim Kandels gekonnt als Tenorhornspieler eine niederländische Brass-Kapelle unterstützt, mit einer Volkstanzgruppe aus Litauen wie ein Derwisch über die Bühne fegt und zu guter Letzt auch "Hei lustisch Beberiger Jungen dat sein mir" mit der Waliser Band Coronation Brass singt. Kurzum: Das Festival-Wochenende war ganz so, wie man sich ein Grenzlandtreffen vorstellt. scho