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"Wenn es leicht wäre, könnten es auch andere"

"Wenn es leicht wäre, könnten es auch andere"

Beim Neujahrsempfang der FDP des Eifelkreises verbreitet Landesvorsitzender Volker Wissing vor rund 100 Gästen im Haus Beda in Bitburg Zuversicht. Er verweist auf das hohe Beschäftigungsniveau und das Wirtschaftswachstum. Die FDP müsse nach vorne blicken und weiter die Zukunft mitgestalten.

Bitburg. Nein, leicht haben es die Liberalen nicht. Die Partei ist im Saarland aus der Regierungskoalition geflogen, quält sich mit Personaldebatten und steckt im Umfragentief. "Die zurzeit öfter kritisierte Bundespartei hat wenig zu tun mit der von der FDP vor Ort auf Kreis-, Stadt- und Verbandsgemeindeebene geleisteten kontinuierlichen Arbeit", stellte Marie-Luise Niewodniczanska, Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, beim Neujahrsempfang klar. "Wir sind nicht liberal, weil es gerade dem Zeitgeist entspricht, sondern weil wir uns aus Überzeugung für ein Leben und Wirtschaften in Freiheit starkmachen", sagte FDP-Kreisvorsitzender Günther Eichertz. Rund 100 Gäste waren der Einladung ins Haus Beda gefolgt - unter ihnen die Bundestagsabgeordneten Edmund Geisen (FDP) und Patrick Schnieder (CDU), Landrat Joachim Streit sowie Bürgermeister der Eifel-Kommunen.
Viel Zuspruch erntete Niewodniczanska für ihre Forderung nach dem A 1-Lückenschluss. Auch Gastredner Volker Wissing, FDP-Landesvorsitzender und Stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion, betonte, dass eine gute Infrastruktur unerlässlich für Chancen und Wachstumsmöglichkeiten des ländlichen Raums sei.
Deutlich sprach Wissing sich gegen gemeinsame Staatsanleihen im Euro-Raum aus: "Es muss beim Prinzip der Schuldenselbstverantwortung bleiben. Solidarität kann keine Einbahnstraße sein."
Eine Transaktionssteuer für Geschäfte an den Finanzmärkten mache nur Sinn, wenn sie EU-weit umgesetzt wird: "Wir können uns keine Schwächung unseres Finanzstandorts zugunsten Großbritanniens erlauben." Wissing hob die hohe Beschäftigungsquote und das Wirtschaftswachstum hervor. Für Pessimismus gäbe es keinen Grund: "Es ist nicht immer leicht, für eine freiheitliche Politik zu kämpfen. Aber wenn es leicht wäre, könnten es auch andere."