Prävention: Wenn Jugendliche Drogen nehmen

Prävention : Wenn Jugendliche Drogen nehmen

Der ehemalige Drogenfahnder und Autor Jörg Schmitt-Kilian hat in Bitburg einen Vortrag zum Thema Rauschgift-Problematik im Spannungsfeld zwischen Prävention und Repression gehalten.

Auf Einladung von Hein Holzapfel (Präsident des Lions-Clubs Bitburg-Prüm) präsentierte Jörg Schmitt-Kilian im „Eifelbräu“ in Bitburg methodische Schritte seines Sucht- und Gewaltpräventionskonzepts „Impulse“. Zu dem Vortrag hatte der Lions-Club auch die Öffentlichkeit eingeladen. Zahlreiche Interessierte nahmen das Angebot an, sodass die Bestuhlung kurz vor Beginn des Vortrags noch erweitert werden musste.

Der ehemalige Drogenfahnder und Autor zahlreicher Bücher zeigte als Einstieg in die Thematik den Trailer des Kinofilms „Lauf um dein Leben“ mit Uwe Ochsenknecht, Max Riemelt und anderen bekannten Schauspielern.

Als Drehbuchvorlage diente Schmitt-Kilians Spiegel-Beststeller „Vom Junkie zum Ironman“, die Biografie des Polizistensohnes Andreas Niedrig auf seinem steinigen Weg von der Drogenhölle in den Olymp der Weltspitze des Triathlons.

Am Beispiel seines Jugendromans „Shit“ beschrieb der Hauptkommissar a.D. wie er sich an die Gefühlswelten der Jugendlichen in Schulprojekten herantastet und durch Präsentation der Ergebnisse die Eltern mit einbindet. Er wies darauf hin, dass sein Modul „Begegnung mit dem Autor“ eines von vielen Präventionsprojekten für Schulklassen sei und nur eine kontinuierliche und vernetzte Prävention Aussicht auf Erfolg habe.

Im zweiten Teil seines Vortrags informierte Schmitt-Kilian über die Entwicklung der Drogenkriminalität auf der Basis des vom Bundeskriminalamt (BKA) erstellten Bundeslagebilds Rauschgift, das er auch in dem Themenheft „Drogen und Kriminalität“ im Verlag Deutsche Polizeiliteratur veröffentlichen wird. Die statistischen Erhebungen präsentierte er in verständlicher Form und garnierte die grauen Zahlen mit Erlebnissen aus seiner Zeit als Drogenfahnder: Ein Beweis, dass man statistisches Zahlenmaterial auch kurzweilig vermitteln kann.

Obwohl der Referent zu Beginn seines Vortrags angekündigt hatte „Man kann über alles reden, nur nicht über eine Stunde“, entwickelte sich nach dem Vortrag noch eine lebhafte Diskussion. Es wurde ein sehr interessanter Abend.

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