Wenn Ruhe herrscht, läuft der Betrieb

JÜNKERATH. Freude in Jünkerath: Die Firma MSR Röntgentechnische Systeme erhielt den Success-Preis 2006. Der von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (IBS) ins Leben gerufene Preis zählt zu den begehrtesten Auszeichnungen für innovative Produkte, technische Neuentwicklungen und neue, erfolgreich eingeführte Produktionsverfahren.

Am Wettbewerb 2006 haben mehr als 280 Firmen aus Rheinland-Pfalz teilgenommen. Mit dem Preis für innovative Produkt- und Verfahrensentwicklungen wurden neben der Jünkerather Firma vierzehn weitere Firmen belohnt. In den neun Jahren seit Bestehen der Auszeichnung haben 157 Unternehmen den Preis erhalten. Die Höhe der damit verbundenen finanziellen Förderung - der so genannten Success-Prämie - richtet sich nach dem Innovationsgrad der Neuentwicklung und dem damit erzielten Umsatz. Bisher wurden rund 3,2 Millionen Euro ausgezahlt. Die Firma MSR Röntgentechnische Systeme ist seit 19 Jahren in Jünkerath ansässig, beschäftigt zwölf Mitarbeiter und zählt auch international zu den führenden Unternehmen im Bereich der Röntgenraumtechnik an Krankenhäusern und Kliniken. Zum Kerngeschäft gehören die Röntgenraumausstattungen für Herzkatheter, CT- und Mammografie-Untersuchungsplätze. Laut MSR-Chef Gerd Schmitz hatte sich seine Firma mit einer "neu entwickelten, drahtlosen, fernsteuerbaren Decken-Einbauleuchte, die dem Arzt jederzeit das richtige Licht an der richtigen Stelle zielgenau und mit der gewünschten Helligkeit spendet", am Wettbewerb 2006 beteiligt. Die Leuchte wird inzwischen europaweit in den Röntgenbereichen namhafter Kliniken erfolgreich genutzt. Bereits bei der Preisübergabe in Mainz hatten Ortsbürgermeister Rainer Helfen und Alfred Bauer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Daun, Irene Schmitz als Vertreterin der Firma MSR gratuliert. "Für mich ist es immer eine besondere Freude, wenn eine Jünkerather Firma etwas Außergewöhnliches bewirkt", betont Rainer Helfen, "es fördert die Arbeitsplatzsicherung und beweist, dass wir in der Eifel nicht hinter dem Mond leben." Ähnlich sieht es Irene Schmitz. "Hier geht vieles noch auf Zuruf", sagt sie und meint damit das unkomplizierte Miteinander der regionalen Gewerbetreibenden, das allen zugute kommt. Vieles, was MSR weltweit verkauft, werde in der Eifel produziert. Derweil denkt man bei MSR nicht daran, auf der Stelle zu treten. "Wir wollen noch etwas wachsen", erklärt Gerd Schmitz. Bedarfsbedingt und der besseren Präsentation wegen sollen ein zusätzliches, etwa 300 Quadratmeter großes Bürogebäude und voraussichtlich auch einige neue Arbeitsplätze entstehen. Dass sie weltweit agiert, ist der im Jünkerather Gewerbegebiet gelegenen Firma dagegen kaum anzusehen. Fast wirkt das ganze Areal etwas verschlafen. "Das muss auch so sein", erklärt Irene Schmitz, "wenn hier Ruhe herrscht, dann läuft der Betrieb, dann sind unsere Mitarbeiter ‚all over the world' im Einsatz. Wären sie alle hier, müssten wir uns Gedanken machen." Die Abkürzung MSR soll der Juniorchefin zufolge demnächst auch Firmenlogo sein: "Mit Sicherheit Röntgen".