1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Wer kümmert sich um die Stadthalle in Bitburg?

Bitburger Stadtrat diskutiert am Donnerstag : Wer kümmert sich um die Stadthalle?

In einer Sondersitzung beraten der Stadtrat und der Aufsichtsrat der Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft Bitburg über die Zukunft des Veranstaltungsgebäudes.

Das Angebot an Veranstaltungen in der Bitburger Stadthalle ist seit jeher recht mager. Und durch die Corona-Einschränkungen dürften sich die Bemühungen, daran etwas zu ändern, für den derzeitigen Pächter nun endgültig erledigt haben. Zum 30. September nämlich endet der Pachtvertrag mit dem Unternehmen Schneider Promotion aus Speicher. Und der wird auch nicht verlängert. So viel steht fest.

Nach wie vor aber noch offen ist, wie es danach weitergeht. Nach Einschätzung der für die Halle zuständigen, städtischen Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft Bitburg (BVB) jedenfalls dürfte es schwierig werden, einen neuen Pächter für das Gebäude zu finden, der dann auch für eine bessere Auslastung und Akzeptanz des Gebäudes sorgt.  Viele Mitglieder im Stadtrat sehen das ähnlich. Weshalb nun das Ziel verfolgt wird, die Stadthalle zukünftig selbst zu betreiben.

Wie eine solche Vermarktung in Eigenregie aussehen könnte, darüber wird am heutigen Donnerstag der Stadtrat gemeinsam mit dem BVB-Aufsichtsrat beraten.  Die Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft hat dazu auf Grundlage von Sitzungen mit dem Ältestenrat bereits ein erstes Konzept erarbeitet. Demnach soll zusätzlich zu den laufenden Betriebs- und Abschreibungskosten ein jährliches Budget von 400000 Euro bereitgestellt werden, um die Halle „wirtschaftlich und operativ zu führen“. Zudem sollen ein Veranstaltungs- und zu einem späteren Zeitpunkt auch noch Projektmanager sowie ein Veranstaltungstechniker eingestellt werden.

„Um dem negativen Image der Bitburger Stadthalle entgegenzuwirken, muss ein attraktives Nutzungskonzept entwickelt werden“, heißt es dazu seitens der BVB. Erklärtes Ziel sei es, „die Bitburger Stadthalle als ein ganzjährig verfügbares Zentrum für Veranstaltungen im Bereich Kultur, Kunst, Bildung, Kongresse und Geselligkeit zu etablieren“.

Darüber hinaus soll ein Geschäftsmodell erarbeitet werden, dass die Nutzung der Bitburger Stadthalle für Vereine finanzierbar macht. Letzteres ist schließlich einer der Gründe, warum das städtische Angebot so wenig genutzt wird. Die Halle ist für viele schlichtweg zu teuer. Wer sie bucht, landet mit seinen Kosten schnell im unteren fünfstelligen Bereich.

Das Betreiberkonzept würde die BVB gerne von einem externen Berater erstellen lassen – was grundsätzlich auch im Sinne der SPD im Bitburger Stadtrat ist. Allerdings will die Fraktion nichts überstürzen. „Bevor wir Beraterverträge eingehen oder eine weitere Geschäftsführerstelle schaffen, sollten sich Bürger, Vereine, potenzielle Nutzer und wir als politisch Verantwortliche zunächst im Klaren darüber sein, welchen Weg wir künftig mit der Bitburger Stadthalle verfolgen wollen“, heißt es dazu in einem Antrag der SPD, der bei der Sitzung ebenfalls auf der Tagesordnung steht. Nach Vorstellung der Fraktion sollen in einem Betreiberkonzept verschiedene Betriebsszenarien erarbeitet werden.

Weitere Aspekte, die berücksichtigt werden sollen, sind beispielsweise Kooperationsmöglichkeiten mit Kulturschaffenden oder aber die Unterstützung von Vereinen bei der Hallennutzung.

Der Stadtrat Bitburg tagt am Donnerstag, 18. Juni, 17 Uhr, in der Stadthalle. Neben dem Betreiberkonzept für die Stadthalle  geht es um die Resolution „Kommunale Altschulden auflösen - Finanzlage verbessern“.