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Werner Pies aus Bitburg bringt mit Rätseln die Geschichte näher

Hobby und Leidenschaft : Wer kennt sich aus mit Luxemburg? Werner Pies aus Bitburg veröffentlicht neues Rätsel

Viele Jahre hat Werner Pies der Kulturgemeinschaft Bitburg vorgestanden. Dabei war es ihm wichtig, die Kultur und die Mundartsprache zu fördern und möglichst vielen Menschen näherzubringen. Unter anderem mit Rätseln ist ihm das gelungen.

Manche Dinge geben Rätsel auf und andere sind mit Rätseln besser zu verstehen. Das macht sich Werner Pies zunutze. Er rätselt selbst gerne und hat, als er noch im aktiven Schuldienst war, gerne Rätsel eingesetzt, um den Schülern Themen beizubringen und ihr Interesse zu wecken für Dinge, die sie sonst nicht so sehr interessiert hätten. Als Beispiel nennt er den archäologischen Parcours, den Rundgang durch das römische Bitburg, den er Kindern durch eine „Römer Rallye“ schmackhaft gemacht hat.

Die Rätselhefte von Werner Pies

Bei der Kultur hat er genauso gehandelt. Er sagt: „Manche Dinge kann man so lebendiger werden lassen und sie besser einordnen.“ Weiter erklärt er: „Und es ist ein schöner Zeitvertreib.“ Den konnten die Menschen in den zwei Jahren der Pandemie gut brauchen. Die Kulturgemeinschaft hat zu Weihnachten im Jahr 2020 und 2021 jeweils ein Rätselheft herausgebracht. Sie wurden an Altenheime, das Deutsche Rote Kreuz und das Generationenhaus in der Stadt und der Region verteilt. Es ging dabei im zweiten Heft um das Weihnachtsfest in der Region und was dazugehört. Es waren beispielsweise Lücken im Gedicht von „Chresdaagmorjen“ von Peter Zirbes, die zu ergänzen waren, Buchstabensalat, ein Kammrätsel und ein Mäander-Rätsel. Das erste Heft hat sich mit römischen Themen und Flüssen der Eifel beschäftigt. Werner Pies erklärt: „Die Resonanz war sehr gut. Ich bin schon ein paar mal gefragt worden, wann es das nächste gibt, weil es den Menschen Spaß macht, sich mit ihrer Region zu beschäftigen und darüber zu diskutieren.“

Warum es jetzt von Werner Pies ein Luxemburg-Rätsel gibt

Ein Eifeler Kreuzworträtsel von ihm wird demnächst in der Zeitschrift des Eifelvereins veröffentlicht. Besonders ist die Form, die so ist wie ein Rätsel, dass im Jahr 1931 erschienen ist. Für seiner Knobelaufgaben nutzt er keine Computerprogramme, die es dafür gibt, sondern er tüftelt selbst so lange, bis es passt.

Dabei liegt ihm die Erhaltung der Mundartsprache sehr am Herzen. Einige CDs hat er gemeinsam mit der Kulturgemeinschaft herausgebracht. Eng verbunden ist er den luxemburgischen Nachbarn. Seit den 80er Jahren hat er Kontakte zum damaligen luxemburgischen

Landeskonservator Georges Calteux. „Er hat mit daran gearbeitet, dass Bauernhäuser in Luxemburg in ihrem ursprünglichen Charakter erhalten geblieben sind. Das war auch ein Vorbild für den Eifelkreis.“ Bei Ausstellungen, Reisen und Veranstaltungen hat sich eine Freundschaft sowohl mit Georges Calteux, aber auch zu Luxemburg entwickelt und sie sind bis heute erhalten geblieben. „Wir haben viele Konzerte oder Mundartabende gemeinsam gestaltet. Das waren wirklich besondere Ereignisse.“

Da Esch-Sur-Alzette den Titel Kulturhauptstadt Europas in diesem Jahr trägt, hat Werner Pies sich ein Rätsel über das Nachbarland einfallen lassen. Man sollte sich, um es lösen zu können, allgemein mit Luxemburg auskennen, mit Geografie, Essen und Trinken, der Sprache, Persönlichkeiten und Eigenheiten. 38 Fragen insgesamt führen zum Lösungssatz.