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Westeifel: Junge Leute bringen kleine Geschenke vor die Tür

Geschenkaktion : Junge Leute bringen kleine Geschenke zwischen Prüm, Neuerburg und Arzfeld direkt vor die Tür

Eine Gruppe junger Leute im Dekanat St. Willibrord hat sich eine besondere Weihnachtsaktion ausgedacht: Sie bringt kleine Gaben an die Haustür.

Sie seien schon, sagt Anke Maus, seit gut einem Monat dabei, alles zu organisieren: Sie, das sind mehr als zehn junge Leute aus dem Dekanat St. Willibrord Westeifel. Eine von ihnen ist Anke Maus, 23-jährige Lehramtsstudentin aus Prüm. Was sie da organisieren, haben sie noch nie gemacht, dieses Jahr ist Premiere.

Die jungen Initiatoren seien aus dem gesamten Dekanat – „Kyllburg, Arzfeld, Mettendorf – das ist weit gestreut“, sagt Anke Maus. Und weit streuen wollen sie auch das, was Kern ihrer Aktion sein soll: Kleine Geschenke, nette Aufmerksamkeiten, schöne Überraschungen. Gedacht für Freunde, Verwandte, Bekannte, die sich vielleicht genau darüber besonders freuen.

Weil sie, zum Beispiel, dieses Jahr zum ersten Mal alleine sind an Weihnachten. Weil man ihnen danken oder aus einem anderen Grund eine kleine, aber besondere Freude machen will. Vielleicht ja auch, weil sie es einfach verdienen. „Es soll ein Zeichen sein: Ich denk an dich, du bist nicht allein“, sagt Anke Maus. Es gehe darum, den Blick aufs Zwischenmenschliche zu richten, „denn das ist Weihnachten“.

Die Idee für ihre Aktion – Motto: „Weihnachten ist, wenn Kleines groß rauskommt“ - hatten die Eifeler bei einer Jugendfreizeit mit Pastoralreferent Jörg Koch. „Da haben wir gesagt: Wir wollen eine Jugendgruppe ins Leben rufen, um solche soziale Aktionen zu machen. Und dann ist das so nach und nach entstanden.“ Der Name der Gruppe: „Kofferraumkirche“.

Es funktioniert so: Wer jemanden kennt, dem sie oder er eine kleine Freude machen möchte, ruft bis Montag, 14. Dezember, im Büro von Jörg Koch im Prümer Konvikt an. Dort hinterlässt man Namen und Anschrift der zu Beschenkenden, den Rest übernehmen die jungen Initiatoren (und die Daten der Beschenkten werden anschließend sofort gelöscht).

Was wird zur Tür gebracht? Nichts Teures, nichts Großes, nichts Aufwändiges. „Ein guter Tee vielleicht, eine Kerze, eine schöne Weihnachtskarte“, sagt Anke Maus. Anonym, wenn gewünscht, oder mit dem Namen des Grüßenden. Und wer selbst ein vielleicht etwas teureres Geschenk spenden wolle, der könne das ebenfalls gerne tun. Jenseits dessen kostet die Aktion nichts.

Inzwischen haben sie ihre Idee bereits ebenfalls gestreut: Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm, platzierte den Hinweis auf die Aktion im Amtsblatt, außerdem ging ein erklärendes Schreiben an alle Ortsbürgermeister im Dekanat, damit sie die Information über die Initiative ebenfalls weitergeben.

Den Prümer VG-Chef haben sie überzeugt: „Ich finde das einfach toll, dass sich junge Leute so engagieren und persönlich etwas tun“, sagt Aloysius Söhngen. Er ist Nachbar von Anke Maus, sie hatte ihm von der Idee erzählt. Und klar, da helfe er gern mit.

Wer einen Geschenk-Empfänger durchgeben möchte, kann bis Montag, 14. Dezember, anrufen unter Telefon 0151/21223891.