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Wetterhahn auf der Alten Kirche in Gransdorf wird saniert

Kirche : Gransdorfer Wetterhahn soll wieder seinen Job machen

Der Wetterhahn auf der Alten Kirche in Gransdorf tut seinen Dienst nicht mehr. Das störrische Tier schaut nur noch in eine Himmelsrichtung. Warum das so ist und was der Förderverein dagegen tun will, erfahren Sie hier.

(utz) Der Wetterhahn auf dem Turm der Alten Kirche Gransdorf will nicht mehr so recht. Rumstehen, ja. Aber drehen, nein. Und das gehe schon seit einigen Jahren so, sagt Klaus Burbach vom Förderverein Alte Kirche St. Apollonia, Gransdorf. Vermutlich, sagt er, schon seit 2012.

Ganz genau weiß das niemand. Aber warum, das ist inzwischen bekannt. „Das Kugellager ist defekt“, sagt Burbach, der sich über diesen Schaden jedoch nicht wundert. Das sei eine Verschleißerscheinung. Schließlich schmückt die Windfahne bereits seit Anfang der 70er Jahre den höchsten Punkt von St. Apollonia.

Drei Männer aus dem Ort haben damals das Kirchturmtier aufgesetzt. Einer hat es auch gebaut. Seit dieser Zeit wird das hoch über dem Ort liegende Gebäude auch am Wochenende angestrahlt, so dass es samt Hahn von weit her zu sehen ist. „In früheren Zeiten genügte es, den Turm zu sehen, um den wöchentlichen Gang zum Hochamt zu erledigen“, berichtet Burbach.

Heute freilich werden die Hochämter in der Regel in St. Marien, der neuen Kirche, die mitten im Dorf liegt, gefeiert. St. Apollonia, über viele Jahre sorgsam saniert, steht unter Denkmalschutz. Trotzdem steht die Kirche nach Absprache auch für Hochzeiten und Feierlichkeiten zur Verfügung.

Nur der Hahn, der seit einigen Jahren kein Wetterhahn mehr ist, will nicht mehr. Das soll jetzt anders werden. Denn der 1996 gegründete Förderverein will die Windfahne restaurieren lassen.

Bisher habe es immer wichtigere Projekte gegeben, sagt Burbach, in die der Verein Geld investieren musste. Nun ist aber der Hahn dran. Auf rund 2500 Euro schätzt der Verein die Kosten. Einen großen Teil davon, nämlich rund 1500 Euro für Abbau und Wiederanbringung des Hahns, will der Verein übernehmen. Für die Restaurierung der Figur selbst werden Spenden gesammelt. Eine Zuwendung für das neue Blattgold, das der Hahn tragen soll, gibt es bereits. Denn nach so vielen Jahren in Wind und Wetter ist der „Lack“ weitgehend ab.

Die Arbeiten sollen in zwei Schritten erledigt werden. Noch im Herbst soll die Figur von einer Dachdecker­firma abgebaut und die Spitze des Turmes abgedichtet werden. Ein Kunstschmied in Trier wird die Figur wieder instandsetzen. Und dann wird aus dem Hahn wieder ein Wetterhahn.

Spenden sind noch willkommen. Info: Jochen Schröder (0173/3627072), Klaus Burbach (0178/6557636) vom Förderverein.