Wichtige Werte vermitteln

Ein langer Prozess ist abgeschlossen: Die katholischen Kindertagesstätten im Dekanat Westeifel haben sich Leitbilder ausgearbeitet und an das Bistum übergeben. Ziel der Leitbilder ist es, die Qualität in der Kinderbetreuung zu optimieren.

Prüm. (ch) Knapp 1000 Kinder besuchen die neun katholischen Kindertagesstätten im Dekanat Westeifel. Dort sollen die Kinder von klein auf wichtige Werte vermittelt bekommen. Um diese Ziele und Werte konkreter zu fassen, hat Bischof Reinhard Marx 2007 ein Rahmenleitbild für die katholischen Kitas im Bistum erlassen, mit dem Auftrag an jede einzelne Kita, dieses Leitbild für sich individuell auszuformulieren. Das Rahmenleitbild besagt unter anderem, dass die katholischen Kitas das Kind in die Mitte stellen, Kindern neue Lebens- und Erfahrungsräume öffnen sowie Leben und Glauben verbinden.

In der Umsetzung sieht das so aus, dass etwa die Kindertagesstätte St. Maria Magdalena in Arzfeld unter dem Punkt "Das Kind in unserer Mitte" formuliert: "In unserer Kindertagesstätte wird auf das Streben nach Unabhängigkeit und Selbstständigkeit heranwachsender Kinder gesetzt." Ziel der pädagogischen Arbeit sei es, Kinder so in ihrer Entwicklung zu begleiten, dass sie Eigenständigkeit und Verantwortung für sich und das Miteinander lernen. "Anfangs waren wir wegen der zusätzlichen Arbeit nicht sehr begeistert", sagt Mechthild Kuhn, Leiterin der Arbeitsgruppe und der Kindertagesstätte Niederprüm, bei der Übergabe der Leitbilder an Dechant Stefan Trauten. Aber mittlerweile lägen allen Erzieherinnen die Leitbilder sehr am Herzen. "Es war ein mühsamer aber fruchtbarer Weg", sagt auch Pastoralreferent Johannes Eiswirth. "Aber nur durch Bewusstsein und Qualität werden wir überzeugen können." Die Fertigstellung der Leitbilder ist "ein bedeutender Schritt für die Kindertagesstätten im Bistum", betonte Dechant Trauten. "Es ist gut, dass es Institutionen gibt, die ein Grundgerüst an Werten vermitteln", sagte Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm.