Wickeln mal ganz anders

Vierter und letzter Betrieb in der TV-Serie Betriebsgründungen in der Eifel ist die Firma PSA Rollenschneid- und Wickelmaschinen, Bitburg. Ein Vorzeigeunternehmen, das nach kürzester Zeit weltweit agiert.

Bitburg. (ka) "Wir wickeln Sie ein". Der Werbeslogan ist griffig, die Entwicklung atemberaubend, das Areal größer als ein Fußballplatz, der Umsatz hart am zweistelligen Millionenbereich, die Zahl der Mitarbeiter bald dreistellig. Und all das in gerade einmal knapp zehn Jahren. Hauptsegmente des deutschen Global-Players in Sachen Sondermaschinenbau sind Rollenschneid- und Wickelmaschinen, Hülsenschneidmaschinen und Service. Geschäftsführende Gesellschafter sind Ludwig Diederichs und Dieter Keipen. Zur erweiterten Geschäftsführung gehören Dipl.-Ingenieur Rüdiger Grundhöfer, die staatlich geprüften Maschinentechniker Markus Schmitz und Peter Kaschinski, sowie der für Marketing, Personal und Finanzbuchhaltung zuständige Betriebswirt Volker Diederichs, Neffe von Ludwig Diederichs und seit 2003 im Unternehmen tätig.Wie es im Jahre 1996 anfing, berichtet Volker Diederichs: "Beim Bierchen hatten mein Onkel und Dieter Keipen beschlossen, wir machen mal was." Erster Auftrag war der Umbau einer Schneidemaschine. Nach der Devise "Was die anderen machen, können wir auch, nur besser", wuchsen Stolz und Selbstbewusstsein. Der Erfolg beflügelte. Schon 1997 wurden vier Mitarbeiter beschäftigt, der Vertrieb in Osteuropa war angelaufen, der Umsatz erreichte 170 000 Euro. Rasant ging es weiter. 1998: Umzug in eigene Büro- und Fertigungsräume, sieben Mitarbeiter, Umsatz 640 000 Euro. 2001: Bau einer neuen Montagehalle, 15 Mitarbeiter, Umsatz 3,1 Millionen Euro. 2003: weltweiter Aufbau der Handelsvertretungen, 28 Mitarbeiter, Umsatz 2,7 Millionen Euro. 2005: Eine Million Euro Investition in Ausbau der eigenen Fertigung, 53 Mitarbeiter, Umsatz 6,6 Millionen. Euro. 2006: 60 Mitarbeiter, Umsatz 7,2 Millionen. Planung für 2008: 300 000 Investition in Ausbau eigener Fertigung, 100 Mitarbeiter, Umsatz 15 Millionen Euro.Eifel geeignet für Existenzgründungen

Diederichs zufolge ist das Unternehmen weiter auf Expansionskurs, nicht zuletzt aus Raumnot. In diesem Jahr entstehen zwei weitere Hallen. Und woher kommen die Facharbeiter? Volker Diederichs: "Die Firma hat ihre eigene Strategie. Mehr als zehn Prozent unserer Beschäftigten sind jeweils in der Ausbildung. Unsere Facharbeiter kommen weitgehend aus den eigenen Reihen. Ausbildung ist eine Investition, die sich lohnt." Wegen ihrer günstigen Voraussetzungen hält Diederichs die Eifel für Existenzgründungen hervorragend geeignet. Auf die Wirtschaftsförderung könne man bauen. Ob bei Beratungs-, Finanzierungsbedarf, bei Genehmigungsverfahren und anderweitigem Umgang mit Ämtern und Behörden, sie helfe, wo immer es möglich ist.Das Gründernetzwerk Eifel stellt sich heute Abend im Rahmen einer Infoveranstaltung im Prümer Kongresszentrum vor. Allen, die sich für den Schritt in die Selbstständigkeit entschließen, bietet es weitergehende Beratung und Unterstützung an. Infos unter Telefon 06561/15-3530 oder 0651/9777-520.