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Wie das Eis auf die Bahn kommt

Wie das Eis auf die Bahn kommt

Eine Woche haben die Eismeister Marco Brück und Ferry Groenhout daran gearbeitet, dass ab heute in der Bitburger Eishalle wieder Schlittschuh gelaufen werden kann. Für die vier Zentimeter dicke Eisschicht mussten die beiden Schicht für Schicht rund 40 000 Liter auf den Hallenboden aufgießen - und frieren lassen.

Bitburg. Kufen schleifen lassen, Schlittschuhe schnüren und dann rauf aufs Eis: Am heutigen Samstag beginnt die Wintersaison in der Bitburger Eishalle. Aber wie kommt eigentlich das Eis in die Halle, die noch in der vergangenen Woche Treffpunkt für Skater war? "Als Erstes bauen wir die ganzen Rampen und Halfpipes ab und räumen die Halle komplett frei", sagt Eismeister Marco Brück.
Bodentemperatur: 0 Grad


Wenn die Halle dann leer ist, wird der Boden langsam auf 0 Grad Celsius runtergekühlt. "Das ist ein kältebeständiger Betonboden, in dem Rohrleitungen liegen, die bis zur benachbarten Brauerei führen", sagt Brück. Die Brauerei liefert die Kälte. Zwei Tage dauert es, bis der Boden die gewünschte Frosttemperatur hat. "Dann tragen wir mit Schläuchen in mehreren dünnen Schichten Wasser auf", sagt Brück. Schicht für Schicht muss das Wasser erst gefrieren, bevor wieder neues Wasser drüber kommt. Etwa drei Tage dauert es, bis auf diese Weise eine zwei Zentimeter dicke Eisschicht entsteht.
Dann kommen die Linien, die beim Eishockey das Spielfeld markieren. "Dafür legen wir auf die zwei Zentimeter dicke Eisschicht farbige Bänder aus Fließstoff", sagt Brück.
Dabei müssen er und sein Kollege Ferry Groenhout sehr genau vorgehen, damit später die Mittellinie zum Beispiel wirklich genau in der Mitte ist oder die Halbkreise um den Torraum bei beiden Toren gleich ist. Etwa zehn Stunden dauert es, bis die beiden Eismeister die Linien exakt liegen haben.
Ab heute rollt die Eismaschine


Dann folgt wieder eine zwei Zentimeter dicke Eisdecke, die ebenfalls wieder in vielen kleinen Schritten aufgetragen wird. Nach eineinhalb Wochen ist das Eis fertig. Ab heute sitzt Marco Brück wieder auf dem Eishobel: "Damit schmelzen wir die Eisfläche, wenn sie von den vielen Kufen zerkratzt ist, ein bisschen ab und bringen neues Wasser auf, so dass die Fläche immer eben ist." scho
Die Eishalle startet am heutigen Samstag, 29. September, in ihre 30. Saison. Geöffnet wird die Halle um 14 Uhr. Zur Feier des Tages gibt es eine Schaumparty mit Disco bis 22 Uhr. Am Sonntag, 30. September, ist die Halle von 10 bis 18 Uhr geöffnet.