Wie die Heinzelmännchen

DUDELDORF. (rr) Seit 1976 ist Josefine Schneider schon Küsterin in Dudeldorf und sorgt für den reibungslosen Ablauf der Messen.

Seit fast 30 Jahren ist Josefine Schneider mit Leib und Seele Küsterin der Pfarrkirche St. Maria Königin in Dudeldorf. Seitdem kümmert sie sich um viele Dinge, die in der Kirche "hinter der Bühne" ablaufen. Das heißt, dass sie die Kirche zu jeder Messe herrichtet. Diese ist immer am Samstagabend und an Festtagen manchmal sonntagmorgens. Außerdem gehört zu ihren Aufgaben das Bestücken der Altäre mit Kerzen oder Blumenschmuck und das Herauslegen der Kleider des Pastors und der Messdiener. Weiterhin putzt sie die Kirche und läutet die Glocken. Doch auch während der Messe ist sie aktiv - als Lektorin. "Eine bessere Küsterin könnten wir gar nicht kriegen. Sie macht eine gute Arbeit, auch über ihren Dienst hinaus", lobt sie Pfarrer Werner Jöbgen aus Dudeldorf. Josefine Schneider erinnert sich, dass sie sich am Anfang nie Urlaub gegönnt hat. Ein Hauptgrund dafür war, dass keiner zu finden war, der sie vertreten konnte. Heute nimmt sie sich zwar hin und wieder mal ein paar Tage frei, doch "den ganzen Urlaub habe ich mir noch nie genommen", sagt sie. Wenn sie gerufen werde, sei sie eben da. In ihrer langen Amtszeit ist Werner Jöbgen schon der dritte Pastor der Pfarrgemeinde. Josefine Schneider bekommt ein kleines Gehalt für ihre Arbeit. Doch das Geld ist nicht der Grund, für ihr Engagement. "Wenn es mir keinen Spaß gemacht hätte, hätte ich schon lange aufgehört", sagt sie. Die Küsterin bedauert, dass heute weniger Leute in die Messe kommen, als früher. Trotzdem sagt die 77 Jahre alte Frau: "So lange ich gesund bleibe, mache ich den Job auf jeden Fall noch weiter!"