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Wie Schlittschuhlaufen in der Luft

Wie Schlittschuhlaufen in der Luft

Der Modellflugverein Adler-Südeifel veranstaltet alle fünf Jahre eine Modellflugausstellung. Dieses Jahr haben 40 Mitglieder ihre Flugzeuge in der Sporthalle der Westeifel Werke Hermesdorf ausgestellt.

Hermesdorf. Eine F 16 Falcon, ein Segelflugzeug oder das Kurierflugzeug "Fieseler Storch" aus dem Zweiten Weltkrieg: Das alles bestaunen die Besucher auf der Modellflugausstellung in Hermesdorf. In dem amerikanischen Jäger von 1933 sind die Piloten mit offenem Cockpit bis zu 3000 Meter hoch geflogen. Das Militärflugzeug wurde auch Pearlshooter, Erbsenschießer, genannt. Die Munition kam wie mit einem Maschinengewehr aus dem Motor geschossen. "Das ist weltweit das größte Modell von diesem Baumuster", erklärt Modellbauer Hans-Jürgen Götte. Er hat zwei Jahre lang daran gebaut. Für viele Modellbauer sind die Militärmaschinen interessanter und origineller als zivile Maschinen. Die Ju 52 aus den 30iger Jahren, auch Tante Ju genannt, fliegt bis heute als Passagierflugzeug. Das Segelflugzeug Lentus 2CX hat eine Spannweite von sechs Metern und wird von einem anderen Flugzeugmodell in die Luft geschleppt. Ein Einstiegsmodell kostet bis zu 300 Euro. Das Teuerste sind Steuerung und Elektronik. "Die kleinen Flugzeuge aus Styropor sind schnell wieder zusammengeklebt, wenn das Ding eine Bruchlandung macht. Dafür sind sie anfälliger für Windböen", sagt Helmut Weber, ehemaliger Vorsitzender. Andreas Marxen, Vorsitzender des Vereins, begeistert sich für Hubschrauber. Er besitzt Modelle wie den T-Rex 450 bis zu großen Modellen mit roter Ferrari-Lackierung. "Es geht nicht nur darum, die Flugzeuge in der Luft zu halten, sondern auch saubere Loopings und Rollen zu fliegen. Das ist so wie Schlittschuhlaufen", erklärt Marxen. Es werden auch originale Manöver mit den Flugzeugmodellen nachgeflogen. bebamfv-adler.de