Stadtentwicklung: Wie viele Geschäfte verträgt Bitburgs Saarstraße?

Stadtentwicklung : Wie viele Geschäfte verträgt Bitburgs Saarstraße?

(de) Mehr Geschäfte oder doch lieber weniger? Bei den Plänen für die Entwicklung des Maurer-Geländes an der Ecke Saarstraße/Industriestraße in Bitburg zeichnet sich ein Konflikt ab.

Dagegen, dass die Projektentwickler von der Beda Invest GmbH & Co KG dort nicht nur Rewe und Aldi ansiedeln wollen, sondern auch eine Drogerie, einen Schuhfachmarkt, eine Apotheke und einen Tierfachmarkt, regte sich im Bauausschuss heftiger Widerstand (der TV berichtete). Quer durch alle Fraktionen missfällt dieser Plan. Ob Grüne, SPD, FDP, Liste Streit oder FBL: Alle haben Bedenken, dass noch mehr Einzelhandel in der Saarstraße zu einem Ausbluten der Fußgängerzone führen könnte. Schließlich will auch Lidl in direkter Nachbarschaft zu Rewe & Co auf dem Gangolf-Gelände neu bauen und dort soll ebenfalls auch eine Drogerie hin.

Dass auch die Christdemokraten absolut gegen Konzentration mehrerer Einzelhandelsbetriebe ist, ist für Bauausschussmitglied Jürgen Weiler (CDU) in unserem Bericht „Einzelhandel in der Saarstraße boomt“ (TV vom 10. Mai) nicht deutlich genug geworden. Deshalb stellt Weiler klar: „Wir begrüßen zwar, dass die Supermärkte an diesen Standort ziehen und damit näher an die Innenstadt rücken. Aber alles andere kommt für uns dort nicht in Frage.“ Keine Drogerie, kein Tierfachmarkt, keine Apotheke und schon gar kein Schuhgeschäft, was zum klassischen Innenstadtsortiment zählt: „Wir wollen da nichts außer den Supermärkten.“

Unterdessen wird auf unserer Seite Facebook „Volksfreund für Bitburg und Prüm“ das Thema von vielen Lesern diskutiert. Melina Schausten sagt zum Beispiel: „Die Saarstraße ist gut für den täglichen Einkauf. Aber es sollte dennoch die Fußgängerzone erhalten bleiben.“

Abschließend berät der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag, 23. Mai, 17 Uhr, über das Thema „Masterplan Saarstraße“.

Was ist Ihre Meinung zum Einzelhandel in der Saarstraße? Würden Sie sich über mehr Geschäfte freuen? Oder sehen Sie darin eine Gefahr für die Innenstadt? Schreiben Sie uns Ihre Meinung an unsere Adresse eifel@volksfreund.de (Name und Wohnort bitte nicht vergessen).

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