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Wilder Hopfen an der Nims in Bitburg Stahl

Natur : Wilder Hopfen an der Nims

Immer öfter wächst Hopfen in der Südeifel auch wild an Bachläufen. Für Hopfenbauern ist das jedoch problematisch.

Dass der „Bitburger Siegelhopfen", der von der Familie Dick angebaut und in Bitburg zur Bierproduktion verarbeitet wird, eigentlich aus Holsthum stammt, ist vielen bekannt. Das klimatisch günstige Tal der Prüm ist das einzige Anbaugebiet für Hopfen in Rheinland-Pfalz und das nördlichste in Deutschland.

Dass im Bitburger Stadtgebiet Hopfen wächst, ist dagegen weniger bekannt. Thomas Konder aus Nattenheim war beim Sonntags-Spaziergang entlang der Nims bei Bitburg-Stahl überrascht, gleich am Uferweg auf über drei Meter hohen, erntereifen wilden Hopfen zu treffen. „Als Hobbybrauer war mir sofort klar, dass es sich um eine weibliche Hopfenpflanze handeln muss, denn in den Dolden war das sogenannte Lupilin enthalten. Der aromatische Bitterstoff, der beim Brauen verwendet wird."

Wildhopfen ist jedoch auch ein Problem, wie Hopfenbauer Andreas Dick erklärt: „Dass Hopfen hierzulande an Ufergebüschen wild wächst, kommt tatsächlich in den letzten Jahren immer häufiger vor. Der Hopfen mag vor allem feuchte und nährstoffreiche Böden ohne Staunässe sowie einen sonnigen und windgeschützten Platz. Bedingungen, die möglicherweise immer häufiger zutreffen. Allerdings stellt vor allem der männliche Wildhopfen für den kultivierten Anbau ein Problem dar und darum besteht schon seit 1956 eine Verordnung über die Bekämpfung wilden Hopfens, die Grundstückseigentümer zur Bekämpfung auffordert."

Foto: Thomas Konder