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Wilder Ritt über die Fahrbahn

Wilder Ritt über die Fahrbahn

Bei einem erneuten LKW-Unfall auf der Bundesstraße 51, diesmal in Höhe von Reuth, ist in der Nacht zum Mittwoch hoher Sachschaden entstanden. Der spanische Fahrer blieb unverletzt.

Trümmerfeld: In der Nacht zum Mittwoch ist ein LKW in Höhe der Abfahrt Reuth mehrmals über die Fahrbahn geschleudert. Die Metallteile sind nach dem Unfall in der Böschung verteilt. Auch ein Straßenschild wurde aus der Verankerung gerissen und in den Hang geschleudert. Fotos (2): TV-Foto: Fritz-Peter Linden, Polizei

Reuth. Die B 51, in Höhe der Abfahrt nach Reuth, am späten Dienstagabend: Kurz nach 23 Uhr ist der 41-jährige Spanier mit seinem in Deutschland gemeldeten Transporter aus Richtung Köln unterwegs nach Süden. Seine Ladung: Metall-Bauteile für einen Autohersteller.Im Ausgang einer leichten Rechtskurve gerät das Gespann auf den unbefestigten Fahrbahnrand und kommt ins Schleudern. Der LKW schießt zunächst quer nach links über die gesamte Fahrbahnbreite, kollidiert dort mit der Schutzplanke, schleudert wieder quer zurück und kracht auf der rechten Seite ebenfalls in die Planken. Damit ist die Rutschpartie aber noch nicht gestoppt: Das Fahrzeug wird ein weiteres Mal nach links katapultiert, rammt noch einmal die Schutzplanke und reißt zusätzlich einen Wegweiser mit. Der gesamte Zug kippt schließlich um und kommt quer zur Fahrbahn liegend zum Stillstand. Ein Teil der blechernen Ladung wird auf der Straße verstreut, der Rest fliegt in die abschüssigen Rabatten, die B 51 ist auf allen drei Spuren unpassierbar. Beim Unfall wird der Tank des Lastzugs aufgerissen, eine nicht bekannte Menge Dieselkraftstoff läuft aus. Der Fahrer bleibt unverletzt und kann ohne fremde Hilfe aus dem umgekippten Führerhaus aussteigen. Die Polizei Prüm vermutet überhöhte Geschwindigkeit und die mangelhafte Bereifung des Anhängers als Unfallursache. Den Sachschaden schätzen die Beamten auf rund 110 000 Euro. Die B 51 muss für mehrere Stunden gesperrt werden, eine Umleitungsstrecke wird eingerichtet, die Sperrung in Richtung Prüm dauert wegen der aufwendigen Räum-Arbeiten bis Mittwochmittag.Im Einsatz waren neben der Polizei das DRK Jünkerath, mehrere Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Obere Kyll, die Straßenmeisterei Prüm und die untere Wasserbehörde des Vulkaneifelkreises Daun.