Wildnis, aber mit Sicherheitsnetz - Mettendorferin bei VOX-Show Survivor

Kostenpflichtiger Inhalt: Eifelerin im Fernsehen : Wildnis, aber mit Sicherheitsnetz - Mettendorferin bei VOX-Show Survivor

Die Mettendorferin Bärbel Göbel-Stolz hat sich bei der VOX-Sendung „Survivor“ bewusst auf Herausforderungen eingelassen. Im Interview erzählt sie, warum es trotzdem eine tolle Erfahrung war.

„Eine Hammererfahrung“, sagt Bärbel Göbel-Stolz über ihre Teilnahme an der Fernsehsendung „Survivor“, die vom Sender Vox ausgestrahlt wird (siehe Info). Für Bärbel, wie sie auch beim Interview genannt werden möchte, ging mit der Teilnahme an der Show ein Traum in Erfüllung. „Ich bin seit 2008 Fan dieser Serie“, sagt die 40-Jährige, die in Mettendorf in der Eifel aufgewachsen ist. Mehr als zehn Jahre habe sie in den USA gelebt und dort das Geschehen rund um die Teilnehmer auf der Insel verfolgen. Als sie gelesen habe, dass es das Format jetzt auch in Deutschland geben solle, habe sie sich direkt beworben. Unter den vielen  Bewerbern, kam sie unter die 18, die sich im Idealfall für 39 Tage auf einer unbewohnten Insel jenseits der Zivilisation behaupten müssen. Bei den Auswahlverfahren mussten unter anderem Sport- und Schwimmtests absolviert werden.

Als Vorbereitung sei sie oft schwimmen gegangen, sagt Bärbel. „Ich habe immense Panik vor Wasser.“ Außerdem boxe sie, hilfreich für Kraft und Ausdauer. Durch Yoga versuchte sie die mentale Stärke zu gewinnen, die bei „Survivor“ wichtig ist. Denn es geht bei dem Spiel zwar sehr viel um sportliche Fitness, aber auch um Strategie sowie „Lügen und Betrügen“, wie Bärbel im Gespräch mit dem TV sagt.

Auch, wenn die Insel, auf der die Sendung aufgezeichnet wurde, unbewohnt ist, so ganz alleine waren die Teilnehmer nicht. Die Kameras waren immer dabei. Das sei am Anfang schon komisch gewesen“, sagt Bärbel. Die Kameraleute seien zwar omnipräsent gewesen, hätten aber nicht mit den Kandidaten gesprochen oder sonst irgendwie direkten Kontakt aufgenommen oder Hilfestellung geboten. „Es war ein echtes Überlebenscamp, aber mit Sicherheitsnetz“, beschreibt die gebürtige Mettendorferin die Situation. Wenn sich jemand verletzt hätte oder krank geworden wäre, wäre Hilfe gekommen, anderes als in einer realen Situation.

Angst davor, sich öffentlich zu sehr preiszugeben, habe sie weniger gehabt, sagt Bärbel. Freunde und Familie „wissen wie ich bin“. Im Hinterkopf habe sie allerdings schon gehabt, dass die Sendung auch in ihrem Heimatdorf in der Eifel gesehen werde. Andererseits werde bei „Survivor“, anders als, wie Bärbel sagt, im Trash-TV keine Großaufnahmen gezeigt, wenn ein Teilnehmer, wie sie selbst auch mal in Tränen ausbricht.

Die Belastungen für die Teilnehmer seien schon recht hoch, bestätigt die 40-Jährige. Allerdings habe ihr der Hunger weniger ausgemacht. Zum einen habe sie „eine körperlichen Vorrat“, wie sie sagt. Zum anderen habe sie das ja vorher gewusst, dass es eben wenig Nahrung gibt. Dennoch habe sie rund zwölf Kilogramm abgenommen auf der Insel. Schlimmer als der Hunger habe ihr die nächtliche Kälte zugesetzt: „Das hat zu Schlafentzug geführt.“ Und das habe sich auf die mentale Stärke ausgewirkt.

Auch die „Mordsspinnen“ und andere Tiere, die nachts über die Teilnehmer geklettert seien, seien gewöhnungsbedürftig gewesen, erzählt Bärbel. „Es ist aber beachtlich, wie schnell man Ängste überwinden kann“. Um sich die ganzen Wochen für die Teilnahme an der Sendung beruflich freinehmen zu können, habe sie ihren Urlaub genommen und vorab viele Wochenenddienste übernommen, um freie Tage anzusammeln, sagt die Medienwissenschaftlerin, die derzeit an der Uni in Coventry in England arbeitet. Rückblickend spricht sie von „ einer absolut geilen Zeit“. Sie würde sofort wieder teilnehmen.

Mehr von Volksfreund