Willi Hermes tritt an

NEUERBURG. (cus) Willi Hermes (64, CDU) hat seine Meinung geändert: Er stellt sich nun doch zur Urwahl des ehrenamtlichen Stadtbürgermeisters von Neuerburg.

Besonders motiviert und entscheidungsfreudig waren die Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion in ihrer jüngsten Sitzung. Zuvor war nämlich schon die Bereitschaft des Ersten Beigeordneten Willi Hermes bekannt geworden, sich für die Wahl zum Stadtbürgermeister in Neuerburg nominieren zu lassen. "Ich hatte mich nach 40 Dienstjahren als Lehrer und Schulleiter, meinen fast ebenso langjährigen Aktivitäten für die Region in politischen Ehrenämtern und meinen Verpflichtungen als Hauptwanderwart im Eifelverein auf einen allmählichen Ruhestand eingestellt", sagte Hermes am Mittwoch dem TV. Nach der Ära Hans Heinen (CDU, 25 Jahre Stadtbürgermeister) sei jedoch trotz intensiver Überlegungen die Übernahme dieser wichtigen Funktion durch einen jüngeren, berufstätigen Kandidaten offenbar nicht möglich. Das Angebot aller im Rat vertretenen Fraktionen, Geschäftsbereiche für die Verwaltung der Stadt zu bilden und diese verantwortlich zu führen, habe ihn zu der Überzeugung gebracht, die anstehenden wichtigen Aufgaben solide lösen zu können. Hermes: "Ich bin daher gerne bereit, für die Wahl zum Bürgermeister der Stadt zu kandidieren." Hermes' Erklärung löste Beifall und Freude bei den Fraktionsmitgliedern der CDU aus. Sie wollen Hermes in der Mitgliederversammlung des Stadtverbands am Donnerstag, 10. März, um 20 Uhr in der Stadthalle als Kandidaten für die Wahl des Bürgermeisters vorschlagen.Der Kreis schließt sich

Mit dieser Entscheidung schließt sich der Kreis. Nach dem krankheitsbedingten Rücktritt von Hans Heinen (71) war zunächst Willi Hermes als Favorit für seine Nachfolge gehandelt worden. Nach seiner Absage war der parteilose Klaus Rechin (42) ins Visier der Kandidatensucher aus verschiedenen Fraktionen gerückt. Der berufstätige Familienvater sah sich jedoch nach einer Bedenkzeit nicht in der Lage, zusätzlich die Aufgaben eines Stadtbürgermeisters zu übernehmen. Noch bis Montag, 14. März, können Wahlvorschläge bei der Verbandsgemeindeverwaltung Neuerburg eingereicht werden. Es sieht jedoch nicht danach aus, dass SPD oder Liste Hosdorf von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Gewählt wird am 24. April.