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Willwerath rockt vor wetterfestem Publikum

Willwerath rockt vor wetterfestem Publikum

Das Dorf mit der höchsten Banddichte der Eifel hat am Samstagabend seine musikalischen Eigengewächse präsentiert. Vier Bands spielten beim Festival im ehemaligen Steinbruch bei Willwerath vor rund 400 Rockfans. Hätte das Wetter mitgespielt, wären es vermutlich noch einige mehr geworden.

Willwerath. "Wir haben eine Woche lang bei 30 Grad geschuftet, um hier alles aufzubauen", sagt Marco Sifferath vom Verein "Willwerath Rockcity" und zeigt auf die schwarzen Regenwolken, die sich über der malerischen Kulisse des Open-Air-Festivals auftürmen: "Und nun das."
Es wird regnen. Doch das ist auch den rund 400 Zuschauern bewusst, die aus allen Himmelsrichtungen zum Festivalgelände kommen: Viele sind mit wetterfester Kleidung und Regenschirm ausgestattet - einigen anderen ist das Wetter völlig egal. "Da muss man halt durch", sagt ein Zuschauer in T-Shirt und kurzer Hose.
Die erste Band des Abends kracht mit der Wucht eines startenden Düsenjets auf die Bühne: Your Curses Die ist mit ihrer Metalcore genannten Musik zwar nicht jedermanns Sache, liefern aber die beste Publikumsanimation des Abends. Die harten Rhythmen der Band aus Willwerath, Prüm und Umgebung blasen die erste Gewitterfront erst einmal weg.
Förderpreis-Gewinner am Start


Aus dem leichten Tröpfeln wird beim Auftritt von Detrime ein Regenguss, der die meisten Zuschauer unter die Zeltbahnen am Rande des Geländes treibt. Davon unbeeindruckt zieht Detrime ihr komplettes Programm durch und spielt, bis der Regen nachlässt. Das erspart der spannendsten Band des Abends eine Wasserschlacht: "Für mich sind Monoshoque die eigenwilligsten Musiker dieses Festivals. Sie haben es innerhalb kürzester Zeit fertig gebracht, einen unverwechselbaren Klang zu kreieren", sagt Mitveranstalter Marco Sifferath über die drei Musiker, die bereits im ersten Jahr ihrer Zusammenarbeit den renommierten Rockbuster-Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz gewannen. "Ich hatte schon beim Soundcheck eine Gänsehaut", fügt Sifferath hinzu.
"Es ist schön, wieder in Willwerath zu sein", ruft Sänger und Gitarrist Tobi Elsen, bevor das Trio aus der Eifel und Trier mit treibenden Beats und hervorragenden deutschen Texten das Publikum verzaubert.
Mit der Hochenergie-Cover-Ban Acapulco Firebirds wird danach bis in den frühen Morgen gefeiert. Spätestens jetzt ist das Wetter vergessen: Gegen die Kälte hilft auch ein Schlammbad. now