WINDKRAFT

Zu unserem Bericht "Es regt sich etwas auf dem Schneifelrücken" (TV vom 19. Januar) schreibt dieser Leser:

Wenn sich besorgte Bürger zu möglichen Veränderungen ihres Umfeldes informieren, ist das gut. Die Veranstaltung der Initiative "Gegenwind Schneifel" war aber von einigen gravierenden Ungereimtheiten geprägt, denen ich widersprechen will. So ist etwa die treibende Kraft der 2011 beschlossenen Energiewende nicht die Rot-Grüne Landesregierung, sondern die Bundesregierung. Wir müssen weg von Atomstrom und auch der Ausstieg aus der Kohleverstromung ist richtig. Die Erderwärmung ist nur durch konsequentes Handeln in diese Richtung zu begrenzen. Es stimmt, dass Windräder auf dem Schneifelrücken das Landschaftsbild verändern werden. Dass beim Bau der Anlagen Bäume gefällt, Wege verbreitert und große Mengen an Beton und Stahl verbaut werden, ist auch eine Tatsache. Dennoch ist es richtig, die Windräder in der Höhenlage zu bauen, weil die Windhöffigkeit dort am größten ist. Stehen die Anlagen aber, liefern sie uns Strom ohne jegliche Umweltschadstoffe und Altlasten. Der Solidarpakt der 44 Ortsgemeinden ist richtungsweisend: Die Flächen für Windräder sollen eingegrenzt werden und ein Drittel der künftigen Pachteinnahmen aus der Windkraft auf gemeinde- oder landeseigenen Flächen gelangen direkt an die Verbandsgemeinde und kommen damit allen Orten zugute. Zu jedem Antrag auf den Bau eines Windrades erfolgt ein aufwendiges Genehmigungsverfahren, das Schall- und Naturschutz berücksichtigt. Bei den Gegnern der Windkraftanlagen in der Schneifel werden vor allem Argumente genannt, die nicht belegbar sind und nur zu einer Verunsicherung der Bevölkerung führen: Der prognostizierte Wertverfall der Häuser ist nicht zu erwarten. Die Höhe der Mieten orientiert sich an der Nachfrage für Wohnraum, dem Zustand eines Hauses und der Lage. Auch das Argument, Touristen würden ausbleiben, greift nicht. Obwohl an der Nordsee die meisten Windräder stehen, ist der Tourismus dort ungebremst! Die Auswirkungen von Infraschall auf die Gesundheit von Menschen sind wissenschaftlich nicht belegt. Das Bild, das die Initiative "Gegenwind Schneifel" auf ihrer Internetseite als Fotomontage mit 47 eingezeichneten Windrädern mit der Überschrift "Wollen wir diesen Wahnsinn?" zeigt, ist Stimmungsmache. Eine Versachlichung der Diskussion tut not. Bange machen gilt nicht! Felix Schürmann, Auw