Windkraft

Zu unserem Bericht "Gegenwind in der Südeifel" (TV vom 2. März) schreibt diese Leserin:

Vorab: Ich bin für alternative Energien, aber nicht für Windparks in Naturschutzgebieten wie dem Naturpark Südeifel. Deswegen befürworte ich die Initiative "Gegenwind in der Südeifel." Oft habe ich mir die Frage gestellt, warum Tourismusverbände nicht längst stärker gegen Windkraft interveniert haben. Chapeau dem Bollendorfer Bürgermeister für seinen kritischen Standpunkt! Ungeachtet dessen hält in Rheinland-Pfalz die rot-grüne Regierung eisern an der Windkraft fest, obwohl es in der Bevölkerung, auch bundesweit, viel Widerstand gibt. Wer von Trier über Eisenach nach Irrel fährt, möchte am liebsten die Augen schließen vor so viel Scheußlichkeit, angerichtet durch die Windkraft. Von den Schäden, die die Windräder der Natur zufügen ganz abgesehen. Hauptsache, der Rubel rollt… In dem Bericht wird Moritz Petry, Verbandsbürgermeister der Südeifel, zitiert mit: "Wenn nachher zehn Anlagen auf dem Plateau stünden, wäre das viel." Da stellt sich die Frage, warum dann 600 Hektar ausgewiesen werden. Außerdem: Darf es sein, dass der Projektbetreiber selber das Wassergutachten erstellen lässt? Sollte dies nicht von unabhängiger Seite geschehen? Was zählt mehr - auch mit Blick auf nachfolgende Generationen: die Euros, die einige wenige verdienen, oder das Ferschweiler Plateau als touristisches Pfund? Was wird nach der Realisation des Windparks bleiben? Eine zerstörte, zerstümmelte Landschaft, aus der kein Mensch mehr Kraft und Freude schöpfen kann. Und wir, die wir hier aufgewachsen sind, beraubt unserer kulturellen Identität? Was wird bleiben von der Schankweiler Klause, dem Fraubillenkreuz, den Brandgräbern und vielem mehr? Die Aussage, "wir haben die klare Vorstellung, dass Windkraft weder für den Naturpark noch für den Tourismus schädlich ist", halte ich für blanken Hohn. Mit welchen wissenschaftlichen Fakten kann diese Aussage belegt werden? Abschließend stelle ich mir die Frage, warum die von uns gewählten Volksvertreter so oft gegen den Willen der Bürger entscheiden. Eveline Lemke, unsere Umwelt- und Wirtschaftsministerin, lebt in Bad Bodendorf im Ahrtal - fern einer von Windkraft zerspargelten Natur. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt. Katharina Britzen, Irrel