Wintereinbruch lässt die meisten Autofahrer kalt

Wintereinbruch lässt die meisten Autofahrer kalt

DAUN. (mh/har) Erhebliche Verkehrsbehinderungen, aber nur relativ wenige Unfälle: Das ist die Bilanz des kurzzeitigen Wintereinbruchs am Montag. Neun Unfälle registrierte die Polizei in den beiden Eifel-Kreisen.

Langschläfer werden am Montagmorgen im Schneegestöber erwacht sein. Gegen 8 Uhr hatte massiver Schneefall eingesetzt, der die Straßen innerhalb von Stunden in Rutschbahnen verwandelte. Insgesamt wurden jedoch nur neun Unfälle den Polizei-Inspektionen gemeldet. Größtenteils blieb es bei Blechschäden.Keine Ruhepause für die Straßenmeistereien

Im Altkreis Prüm registrierte die Polizei drei Unfälle. Dabei gab es jedoch nur Beulen an den Karosserien. Im Altkreis Bitburg hatten die Einsatzkräfte mehr zu tun. Leicht verletzt wurde ein Verkehrsteilnehmer auf der B 51 in Höhe des Flugplatzes. Sein Wagen war gegen 11 Uhr in den Straßengraben gerutscht. Wegen der hohen Zahl an Lastern stockte darüber hinaus um die Mittagszeit der Verkehr auf der Bundesstraße. In Herforst kollidierte gegen Mittag der Wagen einer Frau mit einem Schneepflug. Auf der A 60 wollte gegen 13 Uhr der Fahrer eines Kleintransporters die Autobahn an der Ausfahrt Spangdahlem verlassen. Der Wagen geriet bei diesem Manöver ins Schleudern und beschädigte ein Verkehrszeichen. Daneben gab es noch einige kleinere Karambolagen, die jedoch mehr oder minder glimpflich ausgingen. Kaum Verkehrsprobleme gab es im Kreis Daun: Nach Ansicht der Polizei Daun lag das daran, dass die Leute sehr gut aufgepasst haben und vorsichtig gefahren sind. Der einzig registrierte Unfall ereignete sich gegen 12.30 Uhr in Kirchweiler, als eine 21-jährige Autofahrerin auf der verschneiten Fahrbahn die Kontrolle über ihr Auto verlor, durch einen Maschendrahtzaun fuhr und in einem Vorgarten zum Stehen kam. Dabei entstand Sachschaden. Schlecht auf den Wintereinbruch vorbereitet war der Fahrer eines französischen Sattelschleppers. Mit Sommerreifen unterwegs, blieb er auf der B 421 zwischen Daun und Dockweiler an einer Steigung auf der Höhe von Waldkönigen liegen. Nur durch den Einsatz der Straßenmeisterei Daun, die den Schnee beiseite räumte und großflächig Salz streute, kam der Laster, der die Böschung hinunter abzurutschen drohte, aus eigener Kraft wieder frei. Ein weiterer Laster blockierte auf der gleichen Straße an der Steigung am Ortsausgang von Daun zeitweise die Strecke. Dass es zu relativ wenigen Verkehrsproblemen kam, lag neben der vorsichtigen Fahrweise am massiven Einsatz der Straßenmeistereien. Die Dauner Mannschaft zum Beispiel war sofort nach Einsetzen des ersten Schnees gegen 7 Uhr "mit allen, uns zur Verfügung stehenden Fahrzeugen draußen", wie Leiter Reimund Dillbahner mitteilte. Neben zwei eigenen Unimogs und zwei LKW waren das fünf weitere Laster. Dillbahner: "Bei einem derart starken Schneefall ist es wichtig, dass man rechtzeitig reagiert." Bereits in der Nacht habe es Kontrollfahrten gegeben. Für die Einsatzkräfte der Straßenmeisterei dürfte der Dauereinsatz weitergehen. "Um zwei Uhr werden wir wieder Kontrollfahrten machen", sagt Rainer Nilles, Leiter der Straßenmeisterei Bitburg. Es droht glatt zu werden, und an manchen Stellen liegt noch Schneematsch auf den Straßen. Dann müssen die neun Räumfahrzeuge der Straßenmeisterei Bitburg wieder los, die den Tag über im Dauer-Einsatz waren.