Wirtschaftsminister besucht FDP-Kreisparteitag

Politik : Krämer bleibt FDP-Kreisvorsitzender

Während die Mitglieder ihren bisherigen Chef wiedergewählt haben, gibt es im restlichen Vorstand des Kreisverbands Bitburg-Prüm Bewegung. Außerdem sprach Wirtschaftsminister Volker Wissing über die Infrastruktur in der Eifel.

An der Spitze des FDP-Kreisverbands hat sich etwas verändert. Bislang bestand der Vorstand aus dem Kreisvorsitzenden Jürgen Krämer und seinen beiden Stellvertretern Jessica Berner Egen und Johann Junk. Von den Dreien kandidierte lediglich der Chef erneut – und wurde ohne Gegenstimmen wiedergewählt. Krämer ist selbstständiger Finanzdienstleister und bereits seit 2016 FDP-Vorsitzender des Eifelkreises. Er zog eine positive Bilanz, was die Entwicklung der Mitgliederzahlen seit seinem Amtseintritt angeht.  Immerhin 14 Mitglieder sind hinzugekommen, was sich Krämer vor allem dadurch erklärt, dass die FDP seit Oktober 2017 wieder im Bundestag vertreten ist.

Auch seine beiden Stellvertreter sind am Freitag beim Kreisparteitag im Hotel Eifelbräu in Bitburg gewählt worden. Peter Reichert ist der neue Erste Stellvertretende Kreisvorsitzende. Der Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens Elektro Reichert in Orenhofen ist FDP-Fraktionssprecher der Verbandsgemeinde Speicher und vor allem an den Themen Energiepolitik und Energiegewinnung interessiert.

Zum zweiten Stellvertreter wurde Andreas Schmitt aus Ferschweiler gewählt, der im Finanzbereich in Luxemburg arbeitet und daneben den Familienbetrieb Gärtnerei Schmitt führt.

Der Posten des Schatzmeisters bleibt weiterhin mit Carsten Simons besetzt und als Schriftführerin engagiert sich Beatrix Schulz. Die vier Beisitzer für die nächste Amtsperiode sind Christian Schmitz, Markus Schulz, Patric Nora und Johann Junk.

Das neue Team wolle sich in den kommenden Monaten vor allem den Kommunalwahlen widmen, die im Mai 2019 anstehen. Welche Themen dann im Programm stehen werden, weiß Krämer noch nicht genau. Die Digitalisierung und die Entschuldung des Kreises werden vermutlich eine wichtige Rolle spielen.

Peter Reichert ist der neue Erste Stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP. Foto: TV/Nathalie Hartl
Andreas Schmitt ist mit großer Mehrheit zum zweiten Stellvertreter Krämers gewählt worden. Foto: TV/Nathalie Hartl

Neben den Wahlen des neuen Vorstandes gab es bei der Sitzung des FDP-Kreisverbands prominenten Besuch: Volker Wissing, rheinland-pfälzischer Landesminister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sowie stellvertretender Ministerpräsident, stattete den Eifelern einen Besuch ab. „Wir sind als Partei aus der Krise raus“, sagte er vor den Mitgliedern. Für die Zukunft wünscht er sich noch mehr für die FDP: „Opposition ist schön, aber Regieren ist noch schöner.“ Im Eifelbräu sprach er vorrangig über Themen auf Bundes- und Landesebene. Merkel solle „schnell das Flüchtlingsproblem mit den europäischen Partnern lösen“, lautete eine seiner Forderungen. Außerdem referierte er über Mobilität, zum Beispiel Elektroautos und Nahverkehr, sowie Digitalisierung. Dabei bezog er sich auch auf die Region. „Wir müssen die Lebensqualität im ländlichen Raum sicherstellen.“ Dazu gehöre auch, die Infrastruktur auszubauen. Was den Lückenschluss der A1 zwischen Kelberg (Landkreis Vulkaneifel) und Blankenheim (Kreis Euskirchen) angeht, konnte der Minister für Verkehr nur Aussagen für Rheinland-Pfalz machen. „Wir erteilen so schnell wie möglich alle Aufträge“, sagte er. Was Nordrhein-Westfalen mache, sei für ihn noch eine Überraschung.

Mehr von Volksfreund