Wisente für die Eifel

Das Nationalpark-Forstamt Eifel plant den Bau eines großflächigen Geheges zum Erhalt des Wisents. Die ersten Tiere sollen ab 2009 auf den Klosterwiesen an der Abtei Mariawald bei Heimbach grasen. Einen Vertrag zur Pacht der an den Nationalpark angrenzenden Wiesen haben Nationalparkverwaltung und Abtei bereits abgeschlossen.

 Bereits 1958 eröffnete die Landesforstverwaltung von Nordrhein-Westfalen bei Paderborn ein Wisentgehege. Ein zweites zum Erhalt des Tiers ist jetzt am Rande des Nationalparks Eifel geplant. Foto: A. Pardey

Bereits 1958 eröffnete die Landesforstverwaltung von Nordrhein-Westfalen bei Paderborn ein Wisentgehege. Ein zweites zum Erhalt des Tiers ist jetzt am Rande des Nationalparks Eifel geplant. Foto: A. Pardey

Heimbach. (red) Das Nationalpark-Forstamt Eifel hat ein Gehege in Planung, das Platz für eine Herde Wisente bietet. Damit will das Fortstamt zum Erhalt des Tiers beitragen. Zusammen mit benachbarten Waldflächen des Nationalparks soll das Gehege mehr als 80 Hektar umfassen. Um über die in Deutschland ausgestorbene Wildrind-Art zu informieren, plant das Nationalparkforstamt für Besucher barrierefreie Beobachtungs-Plattformen, Führungen, Veranstaltungen und Wanderwege. Eingebunden werden soll das Gehege auch in das europaweite Wisent-Erhaltungszuchtprogramm, das durch den polnischen Nationalpark Bialowieza koordiniert wird. Vorgesehen war das Großtiergehege im Nationalpark Eifel bereits bei Ausweisung des Schutzgebiets Anfang 2004. Für das Genehmigungsverfahren zur Einrichtung des Geheges ist als nächster Schritt eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich. Mit dem geplanten Gehege am Rande des Nationalparks Eifel setzt sich der Landesbetrieb Wald und Holz NRW bereits an zwei Standorten für den Erhalt des Wisents ein. 1958 eröffnete die Landesforstverwaltung von Nordrhein-Westfalen im heutigen Regionalforstamt Hochstift das Wisentgehege Hardehausen bei Paderborn.