Wissen ist wichtig

Erwachsenenbildung ist notwendig - so der Tenor eines Vortrags, den ein Referent vom Bildungsministerium in Waxweiler gehalten hat. Ein Thema, das dadurch Brisanz gewinnt, dass es in Prüm bald ein Bildungsangebot weniger geben wird.

Waxweiler/Prüm. (red) Das Thema Erwachsenenbildung hat in Prüm mehr Brisanz als andernorts - ist doch seit kurzem bekannt, dass die Fachstelle der Katholischen Erwachsenenbildung den Sparplänen des Bistums zum Opfer fallen soll. Ein Thema, das auch bei einem Vortrag Klaus Tiggemanns vom Bildungsministerium diskutiert wurde, der in Waxweiler zum Weiterbildungsgesetz sprach. Man war sich einig darin, dass die Pluralität der Träger im Land um einen starken Partner auf dem Feld der Weiterbildung verringert werde.

Laut Statistik hat jeder vierte erwachsene Rheinland-Pfälzer im Jahr 2009 an einer Maßnahme der Erwachsenenbildung teilgenommen. Die Gelder und Zuschüsse seien weitgehend stabil geblieben und hätten sogar kleine Wachstumsraten aufzuweisen, sagte Tiggemanns.

Die Halbwertzeit von Erstausbildungen verkürze sich immer mehr. Umso wichtiger sei die regelmäßige Auffrischung.

"Unsere Gesellschaft ist nicht mehr maßgeblich geprägt vom Kampf gegen das Kapital, sondern eher vom Ringen um Bildung und Wissen", sagte der Referent. Bildung müsse immer für alle zugänglich sein und die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anspruchsniveaus berücksichtigen. Tiggemann: "Alle Menschen sollen die Möglichkeit haben, die Bildungsangebote und Träger zu finden, von denen sie lernen wollen." Als Beispiele besonders notwendiger Bildungsarbeit beschrieb Tiggemann die Alphabetisierungsangebote (Deutsch für Deutsche) und die Weiterbildungsmöglichkeiten, die die Katholische Erwachsenenbildung im Justizvollzug vorhält.

Er wies auf die gute, aber ebenfalls steigerbare Quote der Inanspruchnahme von Bildungsfreistellung im Land hin. Immerhin seien das zehn Tage Freistellung, die "alle im Land Beschäftigten" im Laufe von je zwei Jahren zustehen. Auch die Möglichkeiten der finanziellen Förderung würden noch zu wenig genutzt.

Infos: KEB Prüm, E-mail: info@keb-westeifel.de

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