Wo die Wasser-Werker wirken werden

Wo die Wasser-Werker wirken werden

Der neue Verwaltungsbau für die Kommunalen Netze Eifel (früher Kreiswasserwerk) in Niederprüm soll im Frühling entstehen. Zurzeit wird im Gewerbegebiet "Auf Rietzfeld" die Erschließungsstraße gebaut. In Prüm ist das Projekt sehr willkommen.

Prüm. So langsam kommt wieder Bewegung in das Niederprümer Gewerbegebiet "Auf Rietzfeld". Denn auch rechts von der Landesstraße 11 wird sich bald ein größeres Unternehmen ansiedeln - genauer: die Kommunalen Netze Eifel (KNE), die dort ihren neuen Verwaltungssitz bauen lassen (der TV berichtete).
Ein Bagger hat bereits gebuddelt, denn neue Versorgungsleitungen für Telefon, Gas, Wasser und Abwasser müssen in die Erde, auch der Auftrag für die Erschließungsstraße ist vergeben.
"Wenn die Straße gemacht ist, dann ist die Infrastruktur vorhanden", sagt KNE-Vorstand Wilhelm Heck.
Baubeginn im Frühling


"Wir fangen dieses Jahr an - Ende März oder Mitte April. Der Bauantrag ist genehmigt, wir gehen davon aus, dass die Architekten die Ausschreibung fertig haben." Die Termine für Submission und Vegabe stimme man in diesen Tagen ab.
Den ursprünglich vorgesehenen Termin für den Baubeginn Ende 2012 habe man vorsorglich ins Frühjahr verschoben, sagt Heck - das Risiko, durch einen Wintereinbruch die Arbeiten unterbrechen zu müssen, habe man nicht eingehen wollen.
Der Neubau soll, alles in allem, etwa 3,5 Millionen Euro kosten. Er wurde nötig, weil der bisherige Standort im ehemaligen Prümer Landratsamt ebenso einer Sanierung bedarf wie der KNE-Bauhof in Pronsfeld. In Zukunft hat man beides an einem Platz.
Lehrlinge bleiben im Haus


50 Mitarbeiter haben die Wasserwerker in Prüm und den beiden Außenstellen Mettendorf und Neustraßburg, etwa 35 von ihnen werden künftig in der Zentrale arbeiten. Darunter auch die drei aktuellen Lehrlinge: zwei Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik und eine Bürokauffrau - nach der Ausbildung sollen sie übernommen werden.
"Für uns ist das eine wichtige Investition in der Verbandsgemeinde", sagt Bürgermeister Aloysius Söhngen. "Und ich glaube, dass wir mit den KNE eine Perspektive haben, uns über die Wasserversorgung im Kreis hin aus noch in Energie- und anderen netzbezogenen Leistungen zu engagieren."
So gibt es zum Beispiel das Vorhaben, die Abwasser-Betriebsführung von den Verbandsgemeinden im Kreis zu übernehmen. Auch Strom und Gas, sagt der Prümer VG-Chef Söhngen, könnten in Zukunft ein Thema für die Kommunalen Netze werden.
"Ich finde das super - es ist hervorragend, dass sich die KNE dazu entschlossen haben, das Gebäude nach Prüm zu stellen", sagt Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy. "Das sichert langfristig die Arbeitsplätze. Und vielleicht ist es ja auch der Anfang, dass sich an der Stelle noch mehr Leute ansiedeln."
Extra

Die Kommunalen Netze Eifel, hervorgegangen aus dem Kreiswasserwerk, wurden im Januar 2009 als Anstalt öffentlichen Rechts mit Sitz in Prüm gegründet, um die Trinkwasserversorgung im Eifelkreis zu verbessern. Vorgesehen sind allerdings auch Kooperationen mit neuen Geschäftspartnern und eine Ausweitung des Angebots. Die KNE verzeichnen einen Jahresumsatz von etwas mehr als neun Millionen Euro, sie gehören zu 75,1 Prozent dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und zu 24,9 Prozent den Stadtwerken Trier. fpl

Mehr von Volksfreund