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Wo es Schnaps und Bonbons regnet

Wo es Schnaps und Bonbons regnet

Tausende Narren, ein Schlachtruf: Bebursch Altjoh! Mehr als 30 Gruppen haben gestern beim Umzug durch Bitburgs Altstadt eineinhalb Stunden Programm geboten. Rund 10 000 Narren säumten die Strecke und sammelten, was die Taschen hielten.

Bitburg. Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder: Kleine Vampire, Bären, Prinzessinnen, Cowboys und Indianer blicken gebannt dem ersten Wagen entgegen. Punkt 14.11 Uhr nimmt der Bitburger Umzug von der Mötscher Straße aus Kurs auf die Altstadt, angeführt vom Prinzenwagen der Freunde der Bütt. Die müssen dieses Jahr zwar ohne Prinzenpaar auskommen, aber die zahlreich erschienenen Narren aus der ganzen Eifel amüsieren sich dennoch königlich.
Wie das geht, zeigen das Kinderprinzenpaar Peter II. und Antonia I., die diese Session allein in Bitburg regieren und auf ein freundliches Bebursch Altjoh das närrische Volk großzügig mit Bonbons und Schokolade versorgen.
Wärmende Zaubergetränke bieten die Hexen und Hexenmeister der Freunde der Bütt an, die ihren Umzug unter das Motto "Lasst uns zaubern und auf dem Besen reiten - Karneval hat viele Seiten" gestellt haben.
Gefolgt sind dem Aufruf 30 Gruppen aus der ganzen Eifel - ob Vampire aus dem transsylvanischen Biersdorf oder die Mafia aus Schleid, auf deren Wagen das gewaschene Geld zum Trocknen an der Leine hängt. Für Geldregen sorgt die "Never come back Airline": zwei aneinander gekettete Fahrräder mit Flügeln, die vom asiatischen Investor "Daniel Wu" und "Fränk" mühsam die Fußgängerzone heraufgetreten werden.
Für Marschmusik sorgt unter anderem der als ungarische Zirkuskapelle bekannte MV Bitburg. Friedlich verläuft der Umzug aus Sicht der Polizei. Für die Prinzessinnen und Indianer dreht sich das rote Pferd noch einige Male in Bitburgs warme Stuben um, wo das Trömmelche noch ganz schön oft ging und noch lange weiter gefeiert werden sollte.