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Wo wenig Zypressen sind, da muss die Adria sein

Wo wenig Zypressen sind, da muss die Adria sein

Dem Künstler Albrecht Klauer Simonis, der 1918 im Westerwald geboren wurde und 2002 in Prüm gestorben ist, ist eine Ausstellung im Finanzamt Bitburg-Prüm gewidmet.

Bitburg. Zur Ausstellungseröffnung "Italien & Türkei" von Albrecht Klauer Simonis begrüßte Vorsteher Hans-Dieter Natus neben den Bediensteten des Finanzamtes Bitburg-Prüm auch zahlreiche regionale Künstler sowie Vertreter des öffentlichen Lebens.

In seinen einleitenden Worten skizzierte er eine Zeitreise vom Tunesienaufenthalt August Mackes im Jahr 1914 über die Reisen des Künstlers Albrecht Klauer Simonis in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis hin zu heutigen Reisen "all inclusive" mit zusätzlich buchbarem Kulturteil. Er dankte der Galeristin Christiane Hamann, die die Bilder ihres verstorbenen Mannes unentgeltlich zur Verfügung stellte.

Die Aquarelle von Albrecht Klauer Simonis sind vor mehr als fünfzig Jahren entstanden. Eine Italien- und eine Türkeireise, 1956 und 1958, boten dafür den Bildgegenstand.

Auffallend ist, dass der Maler kein Bild ohne Menschen zeigt. Das Licht in der Landschaft aber auch die Beziehung der Menschen zu dieser Landschaft oder zu Straßen und Plätzen interessierte den Künstler.

Bei der Betrachtung der Bilderreihen von Adria und Bosporus fällt auf, dass die Farben der späteren Reise sehr viel intensiver eingesetzt werden. Zudem wird hier im Lebenswerk eines einzelnen Künstlers gewissermaßen der Übergang vom Impressionismus zum Expressionismus deutlich.

Ein italienischer Besucher der Vernissage erwähnte noch, dass die fehlenden Zypressen in den Bildern auch ein Hinweis auf die Adria-Küste sind, denn im Westen des Landes gebe es deren auffällig mehr.red

Die Ausstellung ist bis 2. September zu den Öffnungszeiten des Finanzamts Bitburg-Prüm zu sehen: Mo. - Mi. 8 bis 17 Uhr, Do. 8 bis 18 Uhr, Fr. 8 bis 13 Uhr.