"Wunderschön" und "hochmodern"
Nach 15-monatiger Bauzeit ist die Generalsanierung des Wirtschaftsgebäudes am Eifel-Gymnasium in Neuerburg abgeschlossen. Zudem wurden die Chemiesäle auf Vordermann gebracht. Gesamtkosten: 3,7 Millionen Euro.
Neuerburg. "Ein wunderschöner Speisesaal und eine hochmoderne Küche." Günter Scheiding, Chef des Staatlichen Eifel-Gymnasiums in Neuerburg, zeigte während einer Feierstunde mit großer Zufriedenheit und Genugtuung auf, was sich in den vergangenen 15 Monaten alles an seiner Schule getan hat.
Beim Umbau energetisch auf dem neuesten Stand
Und dies ist in der Tat eine ganze Menge. 3,5 Millionen Euro hat das Land Rheinland-Pfalz allein in die Generalsanierung des Wirtschaftsgebäudes gesteckt. Dort wurde unter anderem die aus den 1960er Jahren stammende Außenhülle komplett erneuert, wobei neueste energetische Erkenntnisse einflossen. Die Wärmeversorgung erfolgt nun beispielsweise über ein Nahwärmnetz, das von einer zentralen Pelletsheizung gespeist wird. Der angeschlossene Wohntrakt ist ebenfalls saniert und modern gestaltet worden.
Unterdessen wurde auch der Wirtschaftsbereich im Untergeschoss vollständig neu konzipiert. Dabei hat man nun auch die hygiene- und brandschutztechnischen Vorschriften berücksichtigt sowie neueste Erkenntnisse der Küchentechnik angewandt. Zudem verfügt die Lüftungsanlage nun über eine Wärmerückgewinnungs-Anlage. Die Beheizung des Speisesaals erfolgt jetzt über eine energiesparende Deckenstrahlheizung; auf dem neuen Flachdach befindet sich eine Photovoltaikanlage.
Dem Bedarf angepasst wurden auch die Chemieräume. Dort wurden rund 200 000 Euro investiert.
Direktor Günter Scheiding lobte in seiner Eröffnungsrede in besonderer Weise die Mitarbeiter des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB). "Das war eine wahre Meisterleistung", sagte Scheiding, der in dem Sanierungsprojekt auch einen hohen Beitrag zur Sicherung des Schulstandorts Neuerburg sieht.
LBB-Geschäftsführer Hubert Heimann erinnerte an den Bau des Hauses vor 40 Jahren. Nach einer gründlichen Inspektion sei sehr schnell klar geworden, dass Handlungsbedarf bestehe. "Wir mussten dringend etwas tun", sagte Heimann, der die Einbeziehung energetischer Errungenschaften pries und den 62 Firmen aus der Region dankte, die das Bauprojekt in 15 Monaten realisiert haben.
Der großer Hingucker im neuen Speisesaal ist ein Wandgemälde der Kunst-Arbeitsgemeinschaft, das sich kritisch mit dem Thema Fast Food befasst. Während der Feier erläuterte Oberstudienrat Heinz Scholtes die Einzelheiten.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Big-Band des Eifel-Gymnasiums unter der Leitung von Manfred Nieß.