Yes, we camp!

Wißmannsdorf kommt an: Das finden die Kinder und Jugendlichen, die beim 50. Zeltlager der Pfarrei St. Michael Trier-Mariahof dabei waren,

Wißmannsdorf Bereits von Weitem kann man die großen weißen Zelte auf der Wiese vor dem Sportplatz in Wißmannsdorf sehen. Im Kreis stehen sie um eine erloschene Feuerstelle herum. Dort liegt noch die Asche vom Vorabend. Kinder laufen umher, lachen, spielen. In zwei Teams aufgeteilt versuchen sie, mit Gefäßen, die bis obenhin mit Wasser gefüllt sind, einen Hindernisparcours zu meistern, ohne etwas zu verschütten.
Die Pfarrei St. Michael Trier-Mariahof organisierte 1968 das erste Zeltlager in Klausen. Damals fuhren nur Messdiener mit. Heute darf Jedermann mitcampen. Zum 50. Mal hatte die Pfarrei nun die Zelte aufgeschlagen.
Etwa 50 Kinder zwischen acht und 15 Jahren waren dieses Jahr dabei - alle aus Trier und Umgebung. "Wir mussten schon bremsen", sagt Markus Bonertz, einer der etwa 20 ehrenamtlichen Betreuer. Aufgrund der großen Nachfrage hätten nicht alle mitfahren können.
In den vergangenen 50 Jahren wurde der Platz Wißmannsdorf häufiger als Lager gewählt. Er liegt in unmittelbarer Nähe eines Baches, einer Wiese und eines Sportplatzes mit sanitären Anlagen. "Das Unterhaltungsangebot hier in der Umgebung ist spitze für Kinder", sagt Bonertz. Jeden Tag standen andere Aktivitäten auf dem Programm: von Fußballspielen, Dorfrallyes, Wanderungen, Tretbootfahren bis zu Schwimmbadbesuchen war alles dabei.
Dennoch sollten die Kinder nicht nur Spaß haben, sondern auch etwas lernen. "Wir wollen, dass die Kinder ein bisschen Verantwortung übernehmen", sagt Lagerleiter Angelo Dimic.
Deswegen übernahmen die Kinder verschiedene Aufgaben, wie zum Beispiel Spül- und Toilettendienste. Das schien die Kinder aber nicht sonderlich zu stören: Der 13 Jahre alte Schackomo Fitzner war bereits zum dritten Mal dabei: "Es ist richtig toll, dass man immer neue Freunde kennenlernt und mit ihnen spielen kann." Anna-Lena Bonertz, zwölf Jahre alt, fährt sogar schon seit ihrer Geburt mit. Ihr Vater ist einer der Betreuer: "Es macht Spaß, jedes Jahr neue Campingplätze zu sehen."
Was ihnen am besten gefallen hat? "Eigentlich alles", sagt Schackomo und Anna-Lena stimmt nickend zu. Zeit für Streitigkeiten gab es während des Zeltlagers fast nicht und wenn doch, war alles schnell wieder vorbei.
"Wir sind wie eine große Familie", sagen sie. Für weitere Fragen haben die zwei allerdings keine Zeit mehr, denn sie und ihre Freunde stecken noch mitten im Wettlauf des Hindernisparcours. Die anderen Kinder ermutigen sie schon ganz enthusiastisch, wieder mitzuspielen.