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Zahl der Coronavirus-Infizierte im Eifelkreis steigt

Vorschriften werden verschärft : Corona: Mehr Infizierte, strengere Vorschriften

16 Menschen im Eifelkreis haben sich inzwischen nachgewiesener Maßen mit Corona infiziert. Das bestätigte Kreisverwaltung am Sonntagnachmittag mit.

 (lars) Am Samstag war  die Zahl der Neu-Infizierten von sechs Fällen am Freitag auf zwölf gestiegen. Am Sonntagnachmittag ist bei 16 Menschen aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm das Corona-Virus nachgewiesen worden, wie es aus der Kreisverwaltung heißt.

Schon zuvor waren die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden: Der Eifelkreis hatte am Freitagabend nach einer Anweisung des Landes Veranstaltungen mit über 75 Teilnehmern untersagt. Grundsätzlich bleibt es bei der Empfehlung, alle nicht notwendigen Veranstaltungen abzusagen und zu verschieben, an die sich die meisten Vereine und Veranstalter auch halten.

Wie die Kreisverwaltung weiter erläutert, werden Schulen bis Ende der Osterferien auch für Vereins- und Breitensport geschlossen. Entsprechend schließt der Eifelkreis seine Sporthallen verbunden mit Umkleiden und Nassräumen. „Wir lehnen uns an die Entscheidung des Landes an, zunächst befristet bis zum Ende der Osterferien“, erklärte Landrat Joachim Streit am Samstag. Kreisvolkshochschule und Musikschule des Eifelkreises schließen sich der allgemeinen Regelung des Landes für Schulen an.

 Grünes Licht gibt der Landrat, vorbehaltlich anderer Entscheidungen des Landes oder der Schulleitungen, für die Abschlussfeiern von Schulen, wie hoch die Teilnehmerzahl sein darf, ist noch festzulegen: „Schüler und Lehrer, Eltern und Kinder, die sowieso regelmäßig Kontakt haben, wollen wir nicht des wichtigsten Tages ihrer Schullaufbahn berauben. Wer zehn oder 13 Jahre gelernt hat, soll den Abschluss auch feiern“, sagt Streit.

Die Kreisverwaltung bittet darum, die Programme zeitlich zu kürzen, in möglichst große und gut gelüftete Räume auszuweichen. Wichtig sei auch, Risikogruppen zu identifizieren. Für Risikogruppen innerhalb der Schülerschaft sei es ratsam, die feierliche Überreichung des Zeugnisses an den Anfang der Zeremonie zu setzen, um ihnen dann das Verlassen der Feierlichkeit zu ermöglichen. Risikogruppen außerhalb der Schülerschaft, wie Ältere, Herz-Kreislauf-Erkrankte, Diabetiker, Schlaganfall- oder Krebspatienten sowie Immungeschwächte, bleiben den Veranstaltungen aus Eigenschutz besser fern.  Für noch eventuell ausstehende Skifreizeiten oder Klassenfahrten bittet das Gesundheitsamt des Eifelkreises, die Notwendigkeit der Fahrt zu überdenken. So wurden zwei Schulklassen, die aus Südtirol kamen, für je 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Positiv getestete Fälle ergaben sich bei Urlaubern aus Ischgl und St. Anton in Österreich. Selbst für den Fall, dass das Zielgebiet noch nicht zu einem Risikogebiet gehöre, erhöhe sich die Gefahr eines Infekts mit dem Virus.

 Im Zuge der Prävention und der Aufrechterhaltung der behördlichen Infrastruktur bittet der Landrat, von persönlichen Vorsprachen in der Kreisverwaltung abzusehen. Zuerst soll die Möglichkeit der telefonischen Auskunft genutzt werden oder der Weg über E-Mail. Bei persönlichen Terminen ist eine vorherige Absprache auf den genannten Wegen mit dem Sachbearbeiter sinnvoll. Landrat Streit: „Ich will für die Bürger die Dienstfähigkeit der Mitarbeiter und damit der gesamten Kreisverwaltung aufrechterhalten, deshalb sollten möglichst alle Anfragen mündlich oder schriftlich erfolgen.“ Diese Maßnahme gilt bis auf Weiteres. Kunden der KFZ-Zulassungsstelle können auch den Service privater Zulassungsdienste nutzen.

Das Gesundheitsamt des Eifelkreises rät: Wer sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat und Symptome wie Fieber oder Atemwegsprobleme bemerkt, einen Arzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) anzurufen. Gleiches gilt für alle, die Kontakt mit einem Menschen hatten, bei denen eine Infektion mit Corona festgestellt wurde. Wichtig: Immer ankündigen, nicht einfach irgendwo hinlaufen. Das Land Rheinland-Pfalz hat für Bürger, die Fragen zum Thema Corona haben, eine Hotline eingerichtet: Telefon 0800/575 8100 (montags bis freitags, 8 bis 18 Uhr, samstags und sonntags 10 bis 15 Uhr).