Zahl der Woche: Es gibt immer weniger Kühe im Eifelkreis

In den Nachbarkreisen sind die Zahlen aber noch niedriger : Zahl der Woche: Es gibt immer weniger Kühe im Eifelkreis

Die Landwirtschaft spielt im Eifelkreis, mit all seinen Feldern und Höfen, noch immer eine herausragende Rolle. Vor allem die Milchviehhaltung hat in der Gegend Tradition. Das belegen auch Zahlen des Statistischen Landesamtes aus dem Mai 2019.

Demnach gibt es in keiner Kommune in Rheinland-Pfalz so viele Kühe wie rund um Bitburg und Prüm. 86 609 Rinder stehen in den Eifeler Ställen. Das ist mehr als ein Viertel des gesamten Rindviehbestandes im Bundesland.

Zum Vergleich: An zweiter Stellte steht bereits der ebenfalls ländlich geprägte Vulkaneifelkreis. Aber selbst die Landwirte aus dem Norden bringen es gerade mal auf etwas mehr als 28 000 Rinder. Die Kreise Bernkastel-Wittlich (etwa 22 000) und Trier-Saarburg (etwa 19 000) gehören zwar landesweit auch zu den Spitzenreitern. Mit dem Eifelkreis können sie aber dennoch nicht konkurrieren.

Dort gibt es übrigens auch, wenig überraschend, die meisten Rinderhalter, nämlich 847 Stück. Die meisten von ihnen, nämlich 508, verdienen ihr Geld mit der Milch ihrer Holsteinrinder. Diese Rasse ist in der Region besonders verbreitet.

Agrarexperten stimmen die vielen Kühe und Betriebe dennoch nicht glücklich. Denn es waren einmal viele mehr. Das beweist der Blick in die Archive des Landesamtes.

So grasten im Vorjahr noch 88 000 Rinder bei 879 Eifeler Bauern. Wer zehn Jahre zurück geht, sieht sogar eine noch dramatischere Entwicklung: Demnach lebten im Eifelkreis 2009 beinahe 105 000 Kühe bei 879 Betrieben.

Die Daten belegen: Der Strukturwandel der deutschen Landwirtschaft macht sich auch in den Hochburgen bemerkbar. Umweltschutzauflagen und bürokratische Hürden, sinkende Produktpreise, Seuchen und nicht zuletzt die Konkurrenz auf dem Ausland machen es heimischen Bauern schwer. Viele geben daher ihre Betriebe auf.

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