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Zahl der Woche: Mehr Abiturienten als bei den Nachbarn

Bildung : Zahl der Woche: Mehr Abiturienten als bei den Nachbarn

Nur in Trier ist der Anteil der Abiturienten an der Schülerschaft höher als im Eifelkreis. Und auch die Zahl der Schulabrecher ist rund um Bitburg und Prüm gering.

1080 Schüler schließen im Eifelkreis jährlich die Schule ab. Rund um Bitburg und Prüm haben sie die Möglichkeit, eine von drei Förderschulen, sechs Realschulen plus oder sieben Gymnasien zu besuchen. Mehr als die Hälfte von ihnen landet zunächst auf einem Gymnasium. Nur etwas mehr als ein Drittel der „Schulentlassenen“ (35,4 Prozent) schafft dann aber auch das Abitur, 2,5 Prozent die Fachhochschulreife. 38 Prozent erreichen die Mittlere Reife und 19 Prozent den Hauptschulabschluss. Ohne Abschluss verlassen etwa 4,9 Prozent die Schule.

Die Werte liegen im rheinland-pfälzischen Durchschnitt. Bei den Nachbarn in Bernkastel-Wittlich, in der Vulkaneifel und in Trier-Saarburg ist der Anteil von Abiturienten etwas niedriger, der Anteil der Schüler mit Mittlerer Reife und Berufsreife dafür höher. Auffällig: In allen drei anderen Landkreisen verlassen Jugendliche die Schule deutlich häufiger ohne Abschluss (jeweils etwa 8 Prozent). Auch in der Stadt Trier gibt es mehr Schulabbrecher (6 Prozent), aber auch mehr Abiturienten als im Eifelkreis (42,2 Prozent).

Dieser Trend ist ein gesamtdeutscher. Insgesamt ist die sogenannte Studienberechtigungs-Quote in den Großstädten deutlich höher als auf dem Land. Im Bundesschnitt liegt sie bei 52,2 Prozent. Solche hohen Anteile an Abiturienten gibt es in Rheinland-Pfalz nur in Mainz (54,7 Prozent) und Neustadt an der Weinstraße (64,6 Prozent). 1992 machten die Abiturienten bundesweit übrigens gerade einmal 31 Prozent der Schülerschaft aus. Kritiker sehen in der wachsenden Zahl der Abiturienten einen Beleg für falsche Bildungspolitik. Sie befürchten, dass es auf dem Arbeitsmarkt bald nur noch schlecht ausgebildete Studierte gebe. Das Niveau der Allgemeinen Hochschulreife sei gesunken.