Zahl der Woche: So hat sich das Klima verändert

Durchschnittstemperatur in Bitburg lag bei 8,4 Grad : Zahl der Woche: So hat sich das Klima verändert

Der Klimawandel verändert auch die Wetterlage in der Eifel.

„Rheinisches Sibirien“ – so lautet im 19. Jahrhundert der Beiname der Eifel. 1853 schrieb eine Landtagskomission über das Mittelgebirge:  „Das Klima ist im allgemeinen kalt und auf den öden und steinigen Höhen unwirtlich und rauh, so dass dieselben sehr oft im Jahre jenen schauerlichen Charakter an sich tragen, welcher den Gegenden in den Gesängen Ossians eigen ist!“

Würde die Landeskomission die Eifel heute noch einmal besuchen, würde sie die Gegend wohl kaum wiedererkennen. Denn das Klima im Eifelkreis ist nach Angaben des deutschen Wetterdienstes inzwischen „warm und gemäßígt“. Das belegen auch die Daten der Wetterstationen in Olsdorf (Bitburger Land) und am Schneifelhaus, nördlich von Prüm.

Rund um Bitburg beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur demnach rund 8,4 Grad. Es fallen an 365 Tagen insgesamt 743 Milimeter Niederschlag. In den Höhenlagen der Schneifel ist es seit jeher etwas kälter und nasser. Im Schnitt ist es hier 7,9 Grad warm und es fallen 883 Milimeter Regen. Zum Vergleich: In Trier und Wittlich liegt die Durchschnittstemperatur zwischen 9 und 10 Grad, die Niederschlagswerte erreichen nicht die 700-Milimeter-Marke.

Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass dies so bleibt. Denn das Klima wandelt sich rapide. Forscher haben ermittelt, dass sich die Jahresdurchschnittstemperatur in Rheinland-Pfalz seit 1881 um 1,5 Grad erhöht hat. Tendenz: steigend.

Was das auch für die Eifel bedeutet: Extremwetterlagen. Hitzewellen trocknen Flüsse aus, Stürme werfen Bäume um, Überschwemmungen wüten in Dörfern und Städten.