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Zehn Eifeldörfer feiern autofreien Tag

Zehn Eifeldörfer feiern autofreien Tag

Beim 11. Raderlebnistag Ni(m)s Rad gehört am Pfingstmontag die L 5 wieder den Fahrradfahrern und Skatern.

Die Helme poliert, die Reifen aufgepumpt: Die Fahrradsaison hat begonnen, und schon steht ein Höhepunkt vor der Tür: Am Pfingstmontag, 5. Juni, wird die Landesstraße 5 zwischen Rommersheim und Rittersdorf, Eifelkreis Bitburg-Prüm, wieder für den Raderlebnistag Nim(m)s Rad gesperrt - abgesehen von E-Bikes müssen motorisierte Fahrzeuge dann einen Bogen um die Strecke machen (siehe Info).

Auf etwa 30 Kilometern dürfen Radfahrer, Inlineskater oder auch Fußgänger und Bollerwagenzieher zwischen 10 und 18 Uhr nach Herzenslust das Nimstal erkunden. "Besonders freut mich, dass die Menschen in den anliegenden Orten wieder so ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt haben. In wirklich jedem Ort ist was los", sagt Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Prüm.

Gemeinsam mit dem südlichen Nachbarn, der VG Bitburger Land, wird der Erlebnistag nun bereits zum 11. Mal ausgerichtet. "Er lebt von seinem Rahmenprogramm. Im Grunde machen die Leute mit all ihren Aktionen die perfekte Werbung für sich, aber auch für die ganze Eifel", sagt Rainer Wirtz, erster Beigeordneter der VG Bitburger Land.

Etwas Zeit sollten Besucher zum Erkunden der Strecke und ihrer Anrainergemeinden mitbringen: Die zehn Dörfer entlang der L 5 bieten nämlich wie gewohnt nicht allein unzählige kulinarischen Verführungen an, sie haben auch wieder ein umfangreiches Begleitprogramm mit Musik und Unterhaltung auf die Beine gestellt.
Um 10 Uhr fällt im Norden der Strecke in Rommersheim der offizielle Startschuss. Um 11.30 Uhr spielt der Musikverein Rommersheim dort zum ersten Konzert des Tages auf - etliche folgen in den verschiedenen Dörfern.
Für eher gemütliche Fahrer ist der Start im Norden der Strecke übrigens zu empfehlen, können sie von dort aus doch bei ihrer Fahrt entlang der Nims das Gefälle von 470 auf 285 Höhenmeter genießen. Auch im nahegelegenen Schönecken bereitet man sich auf die Besucherschar vor.

Unter anderem schlägt die Mittelaltergruppe "Die Meute der Morrigan" am Nimsufer ihr Zeltdorf auf, der Kaninchenzuchtverein RN7 Südeifel lädt zur Ausstellung, und von 15 bis 17 Uhr spielt die Band "Ink and the Pink" auf der Schliezbühne. "Davon lebt Nim(m)s Rad - die Dörfer feiern ihre kleinen Feste und freuen sich, wenn die Besucher bei ihnen haltmachen", sagt Söhngen.

Wer durchhält und trotz aller Versuchungen den Weg bis Rittersdorf schafft, muss sich übrigens keine Sorgen machen, die Strecke samt Steigung ein zweites Mal bewältigen zu müssen: Von 9 Uhr an fährt zwischen Rommersheim und Rittersdorf ein kostenfreier Radlerbus hin und her. Wohlgemerkt in beiden Richtungen, denn selbstverständlich darf die Route durchs Nimstal auch von Süden nach Norden befahren werden. Auch drei Servicestationen werden wieder eingerichtet - in Rittersdorf, Nimshuscheid und Schönecken. "An ihnen bieten Profis bei Pannen mit den Rädern ihre Hilfe an", sagt Wirtz. Außerdem seien dort am Aktionstag stationäre Anlaufstellen des DRK-Sanitätsdiensts eingerichtet.

In Rittersdorf werden erfahrene Teilnehmer vielleicht bemerken, dass hier einiges umstrukturiert wurde. "Wer denkt, dass die Organisation nach zehn Jahren zur Routine geworden ist, irrt sich", sagt sagt Ortsbürgermeister Walter Heyen. Wie in jedem Jahr, müsse man nämlich schon zusehen, dass alle helfenden Hände wieder mobilisiert werden. "Und diesmal konnten wir den Kreis sogar erweitern und damit nun mit dem Programm in den Burghof ziehen", sagt er.

Wie viele Besucher die Veranstalter brauchen, um zufrieden zu sein, könne man übrigens nicht genau festmachen, sagt Söhngen. "Der Tag steht und fällt mit dem Wetter. Ist es sonnig, hoffen wir auf 10 000." Relativ unabhängig vom Wetter seien allerdings die Feste auf den Dörfern. "Die feiern nämlich eh, ob mit oder ohne Sonnenschein."
Weitere Details zum jeweiligen Programm der teilnehmenden Gemeinden im Internet unter: www.nimmsrad.infoExtra: STRAßENSPERRUNGEN FÜR DEN 11. RADERLEBNISTAG

Die Sperrungen beim Erlebnistag gelten am Pfingstmontag von 9 Uhr bis 19 Uhr. Die Landesstraße 5 zwischen Rommersheim und Rittersdorf steht dann auf einer Gesamtlänge von etwa 30 Kilometern nur Radfahrern und Wanderern zur Verfügung. In sämtlichen Orten gilt ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge aller Art.

Damit Umwege kürzer gehalten werden können, besteht allerdings in Schönecken an der Kreuzung von L 10 (von und in Richtung Seiwerath) und K 118 (von und in Richtung Dingdorf) die Möglichkeit, den gesperrten Streckenabschnitt zu queren. Die Polizei regelt dort den Verkehr. Die Sperrstrecken sind beschildert. Wer dennoch in den genannten Orten sein Fahrzeug benutzen muss, ist gebeten, vor Sperrbeginn (9 Uhr) den Wagen außerhalb dieser Zone zu parken. Auch die Bushaltestellen auf der Nimstal-Strecke können an Pfingstmontag nicht angefahren werden. Der Öffentliche Personen-Nahverkehr wird für diesen Zeitraum zwischen Bitburg und Prüm über die A 60 geleitet.