Zehn haben überlebt

PRONSFELD. (cus) Die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Trier lädt zu einem Vortrag über Eifeler Brauchtum ein. Joachim Schröder, der auch als Buchautor und als freier Mitarbeiter beim Trierischen Volksfreund tätig ist, ist der Referent der Veranstaltung in Pronsfeld.

Wo kommt der Christbaum her, und wann gab es die erste Kirchenkrippe? Was bedeutet eigentlich Fastnacht, und welche regionalen Unterschiede gibt es? Was arbeitete eine Bäuerin im Winter, und welche häuslichen Dinge erledigt der Mann? Diese und weitere Fragen werden beim Vortrag von Joachim Schröder am kommenden Dienstag, 9. Januar, im Bürgerhaus seines Heimatorts Pronsfeld geklärt. Die Eifel ist ein Landstrich mit einer Fülle von Bräuchen und Sitten. Zwar sind viele vergessen und ausgestorben, doch etwa zehn Bräuche (von einst 80 im Jahresverlauf) leben weiter. Darunter befindet sich unter anderem auch das Sternsingen. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen Bräuche im Kirchenjahr, aber auch im häuslichen Leben der Menschen. So geht es auch darum, Frühjahrsbräuche zu erklären, den Bauernkalender zu betrachten, in das Dichterwerk Wandalberts von Prüm zu schauen und die vielen Wetterregeln zu analysieren. Mit Blick auf die anstehende Fastnacht referiert Schröder über die Entstehung des Weiberdonnerstags und der eifeltypischen Heischelieder.