Zehn Hektar mehr Arbeit

Einstimmig hat der Zweckverband Flugplatz Bitburg gestern die Erweiterung seines Aufgabenbereichs beschlossen. Der Verband übernimmt damit auch das Konversionsprojekt "Alte Kaserne".

Bitburg. Es gibt Angelegenheiten, die schnell abgehakt sind. Der Tagesordnungspunkt eins der Sitzung des Zweckverbands Flugplatz Bitburg ist eine solche. Einstimmig beschließt der Verband, zukünftig auch die Konversion und damit einhergehende Vermarktung des etwa zehn Hektar großen Geländes "Alte Kaserne" zu übernehmen. "Ein kleiner Schritt für uns, ein großer für die Region", sagt der Zweckverbandsvorsitzende, Landrat Joachim Streit, bevor der öffentliche Teil der Sitzung nach knapp zwei Minuten endet. Dass es so schnell geht, hängt damit zusammen, dass die im Verband vertretenen Gebietskörperschaften (Eifelkreis, Stadt Bitburg, Verbandsgemeinde Bitburger Land, Scharfbillig und Röhl) bereits in ihren Gremien der Aufgabenerweiterung zugestimmt haben und der Tagesordnungspunkt somit nur eine abschließende Formalie ist. Allerdings sind mit der Zustimmung auch zwei Forderungen des Zweckverbandsmitglieds Verbandsgemeinde (VG) Bitburger Land verbunden.
So hatte die VG im Vorfeld erklärt, der Aufgabenerweiterung nur zuzustimmen, wenn die seit Jahren erfolglos diskutierte Kooperation zwischen VG und Stadt Bitburg innerhalb der kommenden zwei Jahre in Form eines gemeinsamen Bürgerbüros umgesetzt wird (der TV berichtete).
Zudem hatte die Verbandsgemeinde eine so genannte Sperrminorität im Zweckverband verlangt, sodass für Beschlüsse zukünftig immer die Zustimmung der VG notwendig ist. uhe