Zehn Punkte für das Felsenland

Zehn Punkte für das Felsenland

Leitbild, Handlungsempfehlungen, eine einheitliche Vermarktung - in der Verbandsgemeinde Irrel wird weiterhin kräftig an einem neuen Tourismus-Konzept gearbeitet. Nun haben die Verantwortlichen ein Zehn-Punkte-Grundsatzpapier vorgestellt. Sein Titel: "Kommunale Tourismusarbeit im Felsenland Südeifel 2015".

Irrel. Wie sieht es mit dem Tourismus in der Verbandsgemeinde (VG) Irrel im Jahr 2015 aus? Zwar weiß keiner, ob es die VG Irrel in ihrer jetzigen Form in sechs Jahren noch geben wird - das Felsenland Südeifel, da sind sich jedenfalls die für die Tourismus-Förderung in der VG Irrel Verantwortlichen sicher, wird aber unabhängig vom Ausgang der Kommunalreform weiterbestehen.

Damit auch in einigen Jahren noch möglichst viele Gäste ihren Urlaub in der Gegend verbringen, arbeiten die Fremdenverkehrs-Experten bereits seit Monaten, eigentlich schon seit Jahren, an einem neuen Tourismus-Konzept für die VG. Einiges wurde in den vergangenen Wochen bereits bekannt: Die Tourismus-Förderung wird zentralisiert, eine "Tourismus-Zentrale Felsenland Südeifel" betreut die Gäste neben noch drei weiteren Tourist-Informationen (der TV berichtete).

Aber die Pläne gehen weit darüber hinaus. In einem Zehn-Punkte-Grundsatzpapier haben die Fachleute in Abstimmung mit den Akteuren - Mitarbeitern der Tourist-Informationen, der Naturerkundungsstation Teufelsschlucht, Vertretern der Fremdenverkehrsvereine, Gastgebern und Gastronomen - eine Vision von der "Kommunalen Tourismusarbeit im Felsenland Südeifel 2015" formuliert.

Handlungsempfehlungen für alle Akteure im Tourismus



Handlungsempfehlungen für alle mit dem Tourismus in der VG Irrel beschäftigten Akteure, effizientes Ausschöpfen von einheitlichen Vermarktungs-Strategien, Entwicklung von Netzwerken und Kooperationen - nur einige der Themen, die sich darin wiederfinden. Erster Punkt auf dem Papier: Die Ferienregion Felsenland Südeifel verfolgt ein Leitbild mit Top- und Nischen-Themen. Wandern, Radfahren und Naturerlebnis stehen ganz oben - "hier sehen wir unsere Kernaufgaben", betont Marc Bonny, Tourismus-Experte in der VG Irrel.

"Aber wir sind eine sehr facettenreiche Region", ergänzt Bodo Zwank von der Naturerkundungsstation Teufelsschlucht. Deshalb werde man auch weitere Themen wie Jugend-, Outdoor-, Gesundheits- und Kultur-Tourismus im Auge behalten. "Wir müssen unsere Angebote immer wieder auf den Prüfstand stellen, sie ständig kritisch hinterfragen", sagt Hans-Michael Bröhl, Bürgermeister der Verbandsgemeinde. "Entwickeln und betreiben statt verwalten" heißt deshalb ein weiterer Punkt auf dem Grundsatzpapier.

Ab 1. Juni steht neue zentrale Organisationsform



Zum 1. Juni soll die neue, zentrale Organisationsform der Fremdenverkehrsarbeit in der VG Irrel stehen. Wie diese aussehen wird, wird zurzeit noch anhand betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte überprüft.

Fest steht, dass bis dahin alle Ortsgemeinden per Ratsbeschluss die Aufgaben der Tourismus-Förderung auf die VG übertragen haben sollen - mehr als die Hälfte hat bereits ihre Zustimmung erteilt.

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