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Zentraldeponie: Gebühren sinken

Zentraldeponie: Gebühren sinken

Für Altmetall, Papier und Pappe, die bei der Deponie in Plütscheid abgegeben werden, fallen ab sofort überhaupt keine Gebühren mehr an. Auch, wer dort Sperrmüll, Kunststoffe, Bauschutt oder Altholz abgibt, zahlt nun weniger.

Bitburg-Prüm. Geld stinkt nicht, heißt es. Das gilt wohl auch für Geld, das mit Müll gemacht wird. Und mit manchem Müll lässt sich inzwischen jede Menge Geld machen. Altpapier und Metallschrott zum Beispiel. Sie sind stark gefragt - unter anderem, weil aufstrebende Industrienationen wie China ihren Hunger nach Rohstoffen auch auf dem europäischen Markt stillen.
Das wirkt sich auch in der Eifel aus: Weil die Marktpreise gestiegen sind, hat der Eifelkreis im vergangenen Jahr fast doppelt so viel für sein Altpapier bekommen wie erwartet. Statt 262 000 Euro nahm der Regiebetrieb Abfallwirtschaft 473 000 Euro ein.
Da wundert es nicht, dass der Kreis auch bei der neuen Ausschreibung für Entsorgungsleistungen am Wertstoffhof der Zentraldeponie Plütscheid deutlich günstiger weggekommen ist. Laut Verwaltung konnten 25 Prozent der Kosten eingespart werden. Dies wird sich nun auch für diejenigen bemerkbar machen, die dort ihren Müll abliefern. Wer in Plütscheid Altmetall, Papier und Pappe abgibt, muss ab sofort gar nichts mehr zahlen. Auch die Abgabe anderer Materialien wird günstiger.
So kostet die Ablieferung einer Tonne Sperrmüll nun 85 statt 165 Euro. Auch für Kunststoffe (165 statt 200 Euro die Tonne), Bauschutt (55 statt 65 Euro) und Altholz (40 statt 65 Euro), die sie loswerden wollen, zahlen Bürger weniger. Allerdings nimmt die Deponie nun kein belastetes Altholz mehr an und auch keine Autobatterien. Sie können entweder beim Kauf einer neuen Batterie kostenlos im Handel oder bei der Problemmüllsammlung des Eifelkreises abgegeben werden.
kah