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Zu Besuch bei Familie Crames

Zu Besuch bei Familie Crames

Zum 13. Mal veranstaltete die Züchtervereinigung Eifel ihren traditionellen Züchterabend. Ausrichter war die Familie Crames aus Etteldorf. Die Züchtervereinigung Eifel ist in den Landkreisen Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Vulkaneifelkreis aktiv.

Etteldorf. (red) Der Züchterabend ist eine feste Größe im Jahreskalender und hat drei Schwerpunkte: zum einen den züchterischen Aspekt in Form einer Kommentierung von ausgewählten Zuchtkühen aus dem Betrieb mit einer entsprechenden Anpaarungsempfehlung. So konnte in diesem Jahr Gerd Grebener, Geschäftsführer der Züchtervereinigung, neun Kühe aus der Zucht der Familie Crames ausführlich beschreiben. Hierbei ging er auf die Vorzüge der Kühe ein, wies aber auch auf die Merkmale hin, die durch eine gezielte Anpaarung verbessert werden können.

Der zweite wichtige Punkt dieses Züchterabends ist die Besichtigung des Betriebes, wobei der Leiter Norbert Crames seinen Hof anhand eines Betriebsspiegels vorstellte und anschließend alle Besucher und Teilnehmer die Möglichkeit hatten, bei einem Rundgang alles zu inspizieren.

Hierbei stand die gesamte Familie Crames allen Berufskollegen und Freunden Rede und Antwort. Dies ist eine gute Grundlage für den dritten wichtigen Teil dieses Klönabends: das gesellige Beisammensein. Dank der vielen Sponsoren und der Salat- und Dessertspenden der Teilnehmer war auch in diesem Jahr sichergestellt, dass die rund 250 Teilnehmer des Züchterabends rundum mit Verpflegung versorgt werden konnten. Wichtig zu erwähnen ist, dass dieser Abend keine reine Männersache ist, sondern die Frauen, die häufig einen maßgeblichen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der Betriebe haben, teilnehmen. Auch viele junge Betriebsleiter beziehungsweise Jungzüchter waren wieder dabei.

Norbert und Karin Crames bewirtschaften den Hof gemeinsam mit ihrem Sohn Christian. Mit einer Höhenlage von 360 Metern und einem durchschnittlichen Niederschlag von 800 mm bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von acht Grad liegt der Betrieb in einer typischen Lage rund um Bitburg.

In den vergangenen Jahren wurden enorme Entwicklungsschritte vollzogen. So zum Beispiel die 1987 erbaute Lager- und Maschinenhalle, gefolgt von dem neuen Boxenlaufstall für 60 Milchkühe und weibliche Nachzucht im Jahre 1993.

Nachdem Familie Crames die Schweinezucht eingestellt hatte, wurde 2008 diese Anlage zum effektiven und sehr gesundheitsfördernden Kälberlaufstall umgebaut. 2009 kam eine Photovoltaikanlage auf den neuen Boxenlaufstall. Weitere bauliche Höhepunkte waren im selben Jahr die Erweiterung des Boxenlaufstalls und die Inbetriebnahme eines DeLaval Melkroboters. Für 2010 steht ein neuer Jungviehstall auf dem Plan.

Bereits seit über zehn Jahren gilt die Herde Crames als äußerst produktiv. Bereits im Jahr 2000 haben die damals knapp 80 Kühe die 10 000-Kilo-Marke nur knapp verfehlt. Doch dies änderte sich schnell; seit fünf Jahren liegt die Durchschnittsleistung immer deutlich über 10 000 Kilo Milch, bei mittlerweile über 100 Milchkühen.