Zu viel Holz auf dem Hänger

Den ganzen Dezember über haben die Beamten der Prümer Polizei den LKW-Verkehr kontrolliert (der TV berichtete). Dabei wurden insgesamt 133 Lastwagen herausgewunken und untersucht. Das Ergebnis: Bei mehr als der Hälfte gab es für die Beamten verschiedene Gründe zur Beanstandung.

 Insgesamt 133 Lastwagen hat die Polizei Prüm im Dezember kontrolliert. Zahlreiche Holztransporte brachten zu viel Gewicht auf die Waage. Foto: Polizei Prüm

Insgesamt 133 Lastwagen hat die Polizei Prüm im Dezember kontrolliert. Zahlreiche Holztransporte brachten zu viel Gewicht auf die Waage. Foto: Polizei Prüm

Prüm. (ch) Zu schnell und/oder zu viel geladen: Bei den Kontrollen der Polizei Prüm im Dezember konzentrierten sich die Beamten vor allem auf die Geschwindigkeit und die Beladung der Lastwagen.

Insgesamt wurden 133 Lastkraftwagen überprüft. Dabei hatten die Beamten bei 18 LKW und 74 Fahrern Grund zur Beanstandung. In den meisten Fällen waren die Fahrer zu schnell unterwegs. Bei 17 LKW war die Ladung zu schwer oder nicht ordnungsgemäß gesichert, bei 13 so gravierend, dass die Lastwagen nicht weiterfahren durften. Insgesamt wurden 14 Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet und 68 Verwarnungen ausgesprochen. In zwei Fällen ergaben sich Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen steuerrechtliche Bestimmungen.

Vor allem die Holztransporte zeichneten sich durch zu Teil sehr schwere Verstöße aus. Bei dem Lastzug eines belgischen Unternehmers wurde ein Gesamtgewicht von 64 Tonnen festgestellt - zulässig sind maximal 40 Tonnen.

Einen Tag später wurde das gleiche Fahrzeug nochmals überprüft - mit nun 60 Tonnen Gesamtgewicht, aber wieder deutlich zu schwer. Ein weiterer Lastzug aus Belgien hatte ein Gesamtgewicht von 54 Tonnen auf die Waage gebracht.

Mit vergleichsweise geringer Ladung war ein deutscher Fahrer unterwegs, sein Lastzug wog "nur" 50 Tonnen. Den Vogel schoss dagegen der belgische Fahrer eines Unternehmens aus Luxemburg ab: Der Lastzug brachte satte 70 Tonnen auf die Waage, was eine Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts um 30 Tonnen oder 75 Prozent ergibt. Allen überladenen LKW wurde die Weiterfahrt untersagt. Sie mussten ihre Ladung bis auf das zulässige Maß reduzieren und sehen nun entsprechenden Bußgeldverfahren entgegen.

An der B 51 im Bereich Stadtkyll wurde ein LKW aus dem Raum Düren kontrolliert, der mit einem angehängten Turmdrehkran unterwegs war. Das Gespann hatte eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde. Es hatte sich hinter dem langsamen Vehikel eine entsprechend lange Fahrzeugschlange gebildet, weil an der Örtlichkeit ein Überholverbot für LKW besteht. Das mit 23 Metern überlange Fahrzeug hatte keine Ausnahmegenehmigung vorzuweisen und musste abgestellt werden.

Bereits Ende November war das Gespann im benachbarten Nordrhein-Westfalen von der Polizei aus dem Verkehr gezogen worden. Die Ignoranz des Fahrers wird sich laut Polizei in einem erhöhten Bußgeldsatz widerspiegeln.

Nicht als Gefahrguttransport gekennzeichnet



Wegen einer deutlichen Geschwindigkeitsüberschreitung wurde ein spanischer Lastzug angehalten. Im Rahmen der Kontrolle wurde festgestellt, dass die Ladung überwiegend aus Gefahrgut bestand. Trotz der eindeutigen Frachtunterlagen hatte der ungarische Fahrer sein Fahrzeug nicht als Gefahrguttransport kenntlich gemacht. Erst nach entsprechender Kennzeichnung und Hinterlegung einer Sicherheitsleistung von mehreren hundert Euro durfte er seine Fahrt fortsetzen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Kontrollen des Schwerlastverkehrs dringend notwendig sind. Daher wird die Polizei Prüm im kommenden Jahr die Kontrollen fortsetzen.

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