Zu viel Phantasie

PRÜM. (lk) Die erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin Monika Feth las beim PrümerGrundschulforum aus ihren Büchern. Die packende Geschichte ihres Krimis "Der Erdbeerpflücker" fesselte und begeisterte das Publikum.

"Im Deutschunterricht bin ich nicht gerade gut gewesen", sagte Monika Feth während ihrer Lesung in der Aula der Bertrada- Grundschule. Sie habe einfach zu viel Fantasie, habe ihre Lehrerin damals gesagt. Inzwischen ist aus der schlechten Schülerin von einst eine erfolgreiche Buchautorin geworden, die kein Quäntchen ihrer Einbildungskraft missen möchte. Die Lesung von Monika Feth war der Auftakt zur "Woche des Buches" in der Bertrada-Grundschule. Die Autorin schilderte ihre Leidenschaft für Bücher und gab Einblicke in den Produktionsprozess ihrer Geschichten. Die Gesamtwerke einschlägiger Autoren habe sie sich schon früh "erobert". "Die Buddenbrooks von Thomas Mann habe ich bereits mit 14 gelesen", sagte Feth. Dabei sei Lesen in ihrer Kindheit verpönt gewesen; doch erst dadurch habe sie die Klosterschule "überwunden". Hieran schloss sich ein Germanistikstudium an: "Eine wunderbare Zeit", erinnerte sich Feth. Danach las sie aus ihren Büchern: Witzig erzählte sie Geschichten aus dem Leben einer Familie und deren nerviger Tochter. "Das sind auch die Lieblingsgeschichten meiner Kinder", sagte Feth. Der Krimi "Der Erdbeerpflücker" steht in der Buchhandlung auch im Regal für Erwachsene. Hier schildert Feth auf erschütternde und einfühlsame Weise die Beziehung zwischen einem Frauen-Mörder und der Freundin eines Opfers, so dass man bei der Lesung eine Nadel hätte fallen hören können. Das Publikum war begeistert: "Man hätte noch Stunden zuhören können", war aus den Reihen zu vernehmen.