Züchter Matthias Nosbisch aus Niederweis ist weiter erfolgreich

Erfolg für Viehzüchter aus der Eifel : Allesja ist die Beste, aber alles ohne Allüren

Die schönste Kuh Deutschlands heißt Allesja. Für Züchter Matthias Nosbisch aus Niederweis ist das einer von vielen Erfolgen.

Harmonie im Körper, hervorragende Übergänge und ein schönes Euter: Dies sind die Pfunde, mit denen Starkuh Loh TJ Alessja aus der A-Familie von Luck-E aus den USA wuchern kann. Die Holsteiner Milchkuh hat bei der German Dairy Show, dem nationalen Schönheitswettbewerb in Oldenburg, gewonnen. Und das nicht nur in ihrer eigenen Rasse. Sie gewann sogar den Supreme Champion aller sechs teilnehmenden Milchviehrassen.

Mitbesitzer Nici und Matthias Nosbisch aus Niederweis sind nicht ohne Grund stolz auf das edle Tier. Auch wenn Alessja nicht bei ihnen in Niederweis zu Hause ist, sondern im Emsland ihr Heu frisst.

Wie Nici Nosbisch sagt, gehört die Kuh einer Haltergemeinschaft von vier Viehzüchtern. „Das ist nicht ungewöhnlich bei Tieren in dem Preissektor“, sagt er. Diesen umschreibt er mit einer mittleren fünfstelligen Summe.

Doch Starallüren gibt es bei Kühen nicht. Alessja läuft ganz normal mit in der Herde auf dem Betrieb im Emsland. Nur kurz vor dem Wettbewerb wird das tierische Model abseits der anderen Tiere gehalten und auf den Wettbewerb vorbereitet. Bevor sie dem Preisrichter vorgeführt wird, ist natürlich noch Körperpflege angesagt, damit das Fell glänzt und die schönsten Seiten betont werden. Außer Alessja gibt es noch weitere Kühe im Besitz der Familie Nosbisch, die erfolgreich sind. Auch NH Arvis Silky aus der kanadischen Sherry-Familie hat in diesem Jahr Siege errungen. Nach dem Klassensieg wurde sie zunächst Reservesiegerin der RH-Färsen. Bei den Jersey-Kühen liegt der Zuchtbetrieb aus Niederweis mit Arethusa NH DG Victoria Secret ebenfalls vorne. Insgesamt war Nosbisch Holsteins einer der erfolgreichsten Aussteller der German Dairy Show.

Um bis zu einem solchen Wettbewerb zugelassen zu werden, müssen sich die Tiere erst qualifizieren. Eine Kommission beurteilt die Kandidaten zuvor, und erst bei einem positiven Urteil können sie auf dem Laufsteg der Milchkühe antreten.

Matthias und Nici Nosbisch sehen die Wettbewerbe wie eine sportliche Herausforderung. Neben der Herkunft eines Tieres müsse auch ein Talent entdeckt und gefördert werden. Die Erfolge geben ihnen recht. Auch bei heimischen Vergleichen sind ihre Tiere oft ganz vorne dabei.

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